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MOBIT Erfurt
Pfeiffersgasse 15
99084 Erfurt
Fon: 0361 - 2192694
Fax: 0361 - 2192734

mail@mobit.org
Gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und das Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit im Rahmen des Bundesprogramms “TOLERANZ FÖRDERN - KOMPETENZ STÄRKEN“.

 

 
ANGEBOTE VON MOBIT e.V.
 
Ausstellung "Nach den Rechten schauen"
"Autonome Nationalisten"
"Thor Steinar - Folien zur Auseinandersetzung mit einer umstrittenen Bekleidungsmarke"
"Schule Ohne Rassismus - Schule Mit Courage"
Workshop: Argumentationstraining gegen rechte Parolen
Eine Ausstellung zu und gegen Antisemitismus
Folienvortrag: "Frauen in der rechtsextremen Szene. Zwischen Mütterkult und Emanzipation"
Folienvortrag: Versteckspiel - Zeichen und Symbole der rechtsextremen Szene
Folienvortrag/Workshop: "RechtsRock" - Identitätsangebot und Schlagwortgeber für junge Menschen
Folienvortrag: "Rechtsextremismus in Thüringen"
Ausstellung
"Nach den Rechten schauen"
Braune Umtriebe zwischen Nazirock du NPD-Mandat

Die Mobile Beratung in Thüringen hält für engagierte Einzelpersonen, Gruppen, Initiativen und Bündnisse gegen Rechtsextremismus eine Wanderausstellung bereit. Sie kann bei MOBIT beispielsweise im Rahmen von Themenwochen gegen Rechtsextremismus, als Bestandteil von Kampagnen oder Veranstaltungsreihen ausgeliehen werden.
Auf zwölf Tafeln enthält die Ausstellung Basisinformationen zu rechtsextremen Einstellungen in der Thüringer Bevölkerung, zur NPD-Strategie, zur rechtsextremen Infrastruktur und den Aktivitäten der rechtsextremen bzw. neonazistischen Szene in Thüringen. Auch zivilgesellschaftliches Engagement gegen Rechtsextremismus findet Erwähnung und Würdigung.
MOBIT bietet selbstverständlich weiterführende Informationen in Form von Vorträgen und Workshops, Fachinformationen oder Erstellung von Arbeitsmaterialien zu einzelnen Themenbereichen an.

Technische Daten: Insgesamt 13 Roll-Up-Banner (Höhe 2m; Breite 1m). Die Ausstellung ist für geschlossene Räume gedacht, sie ist in keiner Weise wind- und wetterfest. Ein ebener Boden wird benötigt.
Flugblatt zur Ausstellung
Vortrag:
Autonome Nationalisten

1.Mai 2008 Hamburg: Eine Demonstration von ca. 1500 Neonazis, über die der Einsatzleiter im Nachgang sagt „Wenn sich die Polizei nicht dazwischen geworfen hätte, dann hätte es Tote gegeben.“ Gemeint ist der Auftritt der Autonomen Nationalisten. Sie formieren sich auf Demonstrationen im Schwarzen Block und gelten als äußerst gewaltbereit. Sie kopieren Symbole, Slogans und Aktionsformen der radikalen Linken.
Das Seminar will die Hintergründe der Entstehung, der Strategie und der Ziele der Autonomen Nationalisten beleuchten.

Zeit: ca. 1,5h
Folienvortrag:
"Thor Steinar - Folien zur Auseinandersetzung mit einer umstrittenen Bekleidungsmarke"

Um kaum eine Bekleidungsmarke wird so viel gestritten, wie um Thor Steinar. Diese Marke hat es geschafft, zur bevorzugten Marke der rechtsextremen Bewegung zu werden. Aktionen des extrem rechten Lagers in denen nicht das Logo oder der Schriftzug von Thor Steinar auftaucht, sind äußerst selten.
Allerdings tragen auch junge Menschen, die sich nicht zur extremen Rechten bekennen, diese Marke. Sie verweisen auf den modischen Style, die Qualität und den vergleichsweise moderaten Preis.
Dieser Vortrag will einige Antworten geben, warum die Marke Thor Steinar eindeutig der rechtsextremen Szene zugeordnet werden muss. Es werden Bezüge zur rechtsextremen und neonazistischen Gedankenwelt aufgezeigt, einzelne Produkte analysiert und die Marke kontextualisiert.

Zeit: 1,5 h
"Schule Ohne Rassismus - Schule Mit Courage" (SOR-SMC)
MOBIT ist seit April 2005 Landeskoordinator des bundesweiten Projektes. Aktiv gegen Diskriminierung und Rassismus eintreten - dieses Vorhaben verbindet bundesweit bereits weit mehr als 690 SOR-SMC - Schulen. In Thüringen haben bisher 16 Schulen diesen Titel erworben. MOBIT will sich als Landeskoordination aktiv für eine demokratische Schulkultur in Thüringen einsetzen. Diese ist gekennzeichnet durch Pluralität, die Anerkennung der Gleichheit aller Menschen, den Schutz von Minderheiten sowie einen respektvollen Umgang miteinander, der auf einen Ausgleich unterschiedlicher Interessen abzielt.
MOBIT arbeitet eng mit den früheren Koordinatoren und jetzigen aktiven Partnern - Peter Reif-Spirek (Landeszentrale für politische Bildung Thüringen) und Ullrich Ballhausen (Europäische Jugendbildungs- und Begegnungsstätte Weimar) - zusammen.
Mehr Informationen zu SOR-SMC finden sich hier www.schule-ohne-rassismus.org
Zum Download des "Start-Infos" geht es hier www.schule-ohne-rassismus.org/start-info.html

Workshop:

Argumentationstraining gegen rechte Parolen
"In einer Krisenzeit funktioniert eine Diktatur besser als eine Demokratie", "Der Nationalsozialismus hatte auch seine guten Seiten", "Deutschland ist in einem gefährlichen Maße überfremdet".
Wer kennt sie nicht, die Sprüche und Parolen, die im privaten Bereich oder in der beruflichen Tätigkeit von Menschen geäußert werden? Doch was ist ihnen entgegen zu setzen? Wieso fallen uns die besten Argumente meistens erst hinterher ein? In diesem Seminar werden Gegenpositionen zu rechten Parolen gesucht und diskutiert. Dabei werden nicht nur politische Informationen vermittelt, sondern es wird auch die Redefähigkeit und -gewandtheit geübt sowie die Selbstsicherheit gestärkt.

Anzahl der Teilnehmenden: 12-20 Personen
Zeit: 4-8 Stunden (bzw. Halb-oder Ganztagesveranstaltung)

Eine Ausstellung zu und gegen Antisemitismus:
"Man hat sich hierzulande daran gewöhnt… Antisemitismus in Deutschland heute" der Amadeu-Antonio-Stiftung
In Thüringen wurden in den vergangenen Jahren jüdische Friedhöfe geschändet. So wurden in Sondershausen, Gotha, Walldorf, Schwarza und Erfurt eine Vielzahl von Grabsteinen umgeworfen und zum Teil zerschlagen. In Arnstadt und Nordhausen wurden außerdem antisemitische Schmierereien entdeckt. Schimpfwörter wie "Du Jude" oder "Du Judensau" sind vor allem unter Jugendlichen attraktiv. Erschreckend ist, dass Antisemitismus nicht nur bei Rechtsextremen auftaucht, sondern überall in der Gesellschaft zu finden ist. Untersuchungen zeigen, dass alte antisemitische Klischees heute keineswegs verschwunden sind.
Im Jahr 2005 hatte MOBIT mit verschiedenen Kooperationspartnern das Projekt "Gemeinsam gegen Antisemitismus in Thüringen" umgesetzt. In den Städten Meiningen, Gotha, Sömmerda, Schleusingen, Suhl und Saalfeld wurde die Ausstellung gezeigt und mit lokalen Arbeitskreisen ein Veranstaltungsprogramm zusammen gestellt.
MOBIT verleiht die Ausstellung gern an zivilgesellschaftliche Akteure und Initiativen in Thüringen, die sich gegen Antisemitismus engagieren wollen.
Folienvortrag:
"Frauen in der rechtsextremen Szene. Zwischen Mütterkult und Emanzipation"
In vielen Medien wird das Bild von jungen, gewaltbereiten Männern in einschlägiger Kleidung oder Pose transportiert, wenn es sich um das Themenfeld Rechtsextremismus handelt. Dies suggeriert, dass sich ausschließlich männliche Akteure in der Szene tummeln. Seit Jahren verzeichnen Experten allerdings die stetige Zunahme einer aktiven Beteiligung von Mädchen und Frauen. Werden sie in ihren Aktionsmöglichkeiten unterschätzt? Oder fungieren sie lediglich als Anhängsel ihrer rechtsextremen Partner?
Nach einleitenden Begriffsklärungen stellt der Vortrag verschiedene Organisationen in Thüringen vor, in denen sich Frauen mit rechtsextremer Gesinnung betätigen können. Er beleuchtet Themenbereiche, in denen sich weibliche Mitglieder der rechtsextremen Szene engagieren und umreißt einige Aktivitäten.
In der anschließenden Diskussion sollen (geschlechtsspezifische) Handlungsmöglichkeiten erörtert werden, um die Attraktivität, welche die rechtsextreme Szene auf Mädchen und Frauen ausübt, zu vermindern.
Zeit: ca. 1,5 Stunden
Folienvortrag:
Versteckspiel - Zeichen und Symbole der rechtsextremen Szene
Zu Beginn der 90er Jahre war das Bild des gewalttätigen neonazistischen Skinheads so bekannt wie allgegenwärtig. Wenngleich dieses Erscheinungsbild nicht gänzlich verschwunden ist, haben sich Auftreten, Kleidung und Symbolik der extremen Rechten gewandelt. Die Szene trägt jugendtypische Kleidung, die oftmals erst bei genauem Hinsehen als
Erkennungszeichen politisch Rechter gedeutet werden können.
Doch hinter dem veränderten Lifestyle verbirgt sich mehr als ein neu entdeckter Hang zur Modernität. Gerade die strafrechtlichen Sanktionen gegen Kennzeichen der NS-Zeit haben die neonazistische Szene zu einem "Versteckspiel" genötigt, das mittlerweile überraschend kreative Blüten treibt. Jugendlichen und jungen Erwachsenen wird jetzt eine breite Palette an subkulturellen Bezügen geboten, mit dem sie sich identifizieren können und die sie für die rechte Szene ansprechbar machen können.
Dieses Modul vermittelt einen Überblick über die neuen Symbole und Erscheinungsformen der extremen Rechten und klärt über die Hintergründe der Verwandlung auf.
Zeit: 2 - 3 Stunden
Folienvortrag/Workshop:
"RechtsRock" - Identitätsangebot und Schlagwortgeber für junge Menschen
Schon seit vielen Jahren existiert neben dem organisierten "politischen" Rechtsextremismus eine ungeheuer facettenreiche subkulturelle Erscheinungsform, die plakativ als "RechtsRock" bezeichnet wird. Gerade Thüringen hat sich zu einem bevorzugten Festival- und Erlebnisland der Szene entwickelt. Mit dem gezielten Einsatz von Musik als Vermittlungsform gelingt es Neonazis junge Menschen zu erreichen und für ihre Ideologie empfänglich zu machen.
Das Seminar beinhaltet die Vorstellung verschiedenen Richtungen des RechtsRock wie Black-Metal, Hatecore etc. in denen Einflüsse rechtsextremer Ideologie auftreten. Neben ausgewählten Hörbeispielen können Texte analysiert und ihre Umdeutungsfähigkeit nach Rechtsaußen sichtbar gemacht werden. Danach wird die praktische Nutzung des RechtsRocks durch rechtsextreme Parteien und die subkulturellen Szene dargestellt sowie in die Gesamtproblematik Rechtsextremismus eingeordnet.
Zeit: 2 - 3 Stunden
Folienvortrag:
"Rechtsextremismus in Thüringen"

Die extreme Rechte in Thüringen umfasst eine ganze Reihe von Organisationen und Gruppierungen. Neben den Wahlparteien NPD, DVU, REP und DP (Deutsche Partei) finden wir ein breites Netz rechter und neonazistischer Kameradschaften, die in zahlreichen Regionen Thüringens aktiv sind, rechtsextreme Propaganda vor Ort betreiben, Ausgangspunkte für Dominanzbestrebungen in einzelnen Kommunen sind und als erste Andockstelle für die Rekrutierung von Jugendlichen dienen.

Was ist eigentlich Rechtsextremismus? Wie stark sind rechtsextreme Einstellungen in Thüringen verbreitet? Was sind die Strategien und Aktivitäten der extremen Rechte in Thüringen? Was lässt sich über ihre Stärke sagen? Welche Immobilien, Musikversände und Bands gehören ihnen? Anschließend soll über mögliche lokale Strategien gegen Rechtsextremismus in Thüringen diskutiert werden.

Zeit: nach Absprache