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gefördert durch:

MOBIT Erfurt
Pfeiffersgasse 15
99084 Erfurt
Fon: 0361 - 2192694
Fax: 0361 - 2192734

mail@mobit.org
 

 

 
ANGEBOTE VON MOBIT e.V.
 
"Schule Ohne Rassismus - Schule Mit Courage"
Workshop: Argumentationstraining gegen rechte Parolen
Eine Ausstellung zu und gegen Antisemitismus
Folienvortrag: Versteckspiel - Zeichen und Symbole der rechtsextremen Szene
Folienvortrag/Workshop: "RechtsRock" - Identitätsangebot und Schlagwortgeber für junge Menschen
Folienvortrag: "Rechtsextremismus in Thüringen"
"Schule Ohne Rassismus - Schule Mit Courage" (SOR-SMC)
MOBIT ist seit April 2005 Landeskoordinator des bundesweiten Projektes. Aktiv gegen Diskriminierung und Rassismus eintreten - dieses Vorhaben verbindet bundesweit bereits weit mehr als 300 SOR-SMC - Schulen. In Thüringen haben bisher 8 Schulen diesen Titel erworben. MOBIT will sich als Landeskoordination aktiv für eine demokratische Schulkultur in Thüringen einsetzen. Diese ist gekennzeichnet durch Pluralität, die Anerkennung der Gleichheit aller Menschen, den Schutz von Minderheiten sowie einen respektvollen Umgang miteinander, der auf einen Ausgleich unterschiedlicher Interessen abzielt.
MOBIT arbeitet eng mit den früheren Koordinatoren und jetzigen aktiven Partnern - Peter Reif-Spirek (Landeszentrale für politische Bildung Thüringen) und Ullrich Ballhausen (Europäische Jugendbildungs- und Begegnungsstätte Weimar) - zusammen.
Mehr Informationen zu SOR-SMC finden sich hier www.schule-ohne-rassismus.org
Zum Download des "Start-Infos" geht es hier www.schule-ohne-rassismus.org/start-info.html

Workshop:

Argumentationstraining gegen rechte Parolen
"In einer Krisenzeit funktioniert eine Diktatur besser als eine Demokratie", "Der Nationalsozialismus hatte auch seine guten Seiten", "Deutschland ist in einem gefährlichen Maße überfremdet".
Wer kennt sie nicht, die Sprüche und Parolen, die im privaten Bereich oder in der beruflichen Tätigkeit von Menschen geäußert werden? Doch was ist ihnen entgegen zu setzen? Wieso fallen uns die besten Argumente meistens erst hinterher ein? In diesem Seminar werden Gegenpositionen zu rechten Parolen gesucht und diskutiert. Dabei werden nicht nur politische Informationen vermittelt, sondern es wird auch die Redefähigkeit und -gewandtheit geübt sowie die Selbstsicherheit gestärkt.

Anzahl der Teilnehmenden: 12-20 Personen
Zeit: 6-8 Stunden

Eine Ausstellung zu und gegen Antisemitismus:
"Man hat sich hierzulande daran gewöhnt… Antisemitismus in Deutschland heute" der Amadeu-Antonio-Stiftung
In Thüringen wurden in den vergangenen Jahren jüdische Friedhöfe geschändet. So wurden in Sondershausen, Gotha, Walldorf, Schwarza und Erfurt eine Vielzahl von Grabsteinen umgeworfen und zum Teil zerschlagen. In Arnstadt und Nordhausen wurden außerdem antisemitische Schmierereien entdeckt. Schimpfwörter wie "Du Jude" oder "Du Judensau" sind vor allem unter Jugendlichen attraktiv. Erschreckend ist, dass Antisemitismus nicht nur bei Rechtsextremen auftaucht, sondern überall in der Gesellschaft zu finden ist. Untersuchungen zeigen, dass alte antisemitische Klischees heute keineswegs verschwunden sind.
Im Jahr 2005 hatte MOBIT mit verschiedenen Kooperationspartnern das Projekt "Gemeinsam gegen Antisemitismus in Thüringen" umgesetzt. In den Städten Meiningen, Gotha, Sömmerda, Schleusingen, Suhl und Saalfeld wurde die Ausstellung gezeigt und mit lokalen Arbeitskreisen ein Veranstaltungsprogramm zusammen gestellt.
MOBIT verleiht die Ausstellung gern an zivilgesellschaftliche Akteure und Initiativen in Thüringen, die sich gegen Antisemitismus engagieren wollen.
Folienvortrag:
Versteckspiel - Zeichen und Symbole der rechtsextremen Szene
Zu Beginn der 90er Jahre war das Bild des gewalttätigen neonazistischen Skinheads so bekannt wie allgegenwärtig. Wenngleich dieses Erscheinungsbild nicht gänzlich verschwunden ist, haben sich Auftreten, Kleidung und Symbolik der extremen Rechten gewandelt. Die Szene trägt jugendtypische Kleidung, die oftmals erst bei genauem Hinsehen als
Erkennungszeichen politisch Rechter gedeutet werden können.
Doch hinter dem veränderten Lifestyle verbirgt sich mehr als ein neu entdeckter Hang zur Modernität. Gerade die strafrechtlichen Sanktionen gegen Kennzeichen der NS-Zeit haben die neonazistische Szene zu einem "Versteckspiel" genötigt, das mittlerweile überraschend kreative Blüten treibt. Jugendlichen und jungen Erwachsenen wird jetzt eine breite Palette an subkulturellen Bezügen geboten, mit dem sie sich identifizieren können und die sie für die rechte Szene ansprechbar machen können.
Dieses Modul vermittelt einen Überblick über die neuen Symbole und Erscheinungsformen der extremen Rechten und klärt über die Hintergründe der Verwandlung auf.
Anzahl der Teilnehmenden: 10-20 Personen
Zeit: Seminar von 2 Std. oder Halbtagesveranstaltung
Folienvortrag/Workshop:
"RechtsRock" - Identitätsangebot und Schlagwortgeber für junge Menschen
Schon seit vielen Jahren existiert neben dem organisierten "politischen" Rechtsextremismus eine ungeheuer facettenreiche subkulturelle Erscheinungsform, die plakativ mit "RechtsRock" bezeichnet wird. Mit dem gezielten Einsatz von Musik als Vermittlungsform gelingt es Neonazis junge Menschen zu erreichen und für ihre Ideologie empfänglich zu machen.
Das Seminar beinhaltet die verschiedenen Richtungen des RechtsRock wie Black-Metal, Hatecore etc. und alle parallel vorkommenden Stile wie z.B. Darkwave und Neofolk, in denen Einflüsse rechtsextremer Ideologie auftreten. Neben ausgewählten Hörbeispielen und Videoausschnitten, können Texte analysiert und ihre Umdeutungsfähigkeit nach Rechtsaußen sichtbar gemacht werden. Außerdem geht es um demokratisch - emanzipatorische Gegenstrategien, Aufklärungsarbeit und Stärkung von nicht-rechter Jugendkultur.
Teilnehmer: 10-20 Personen
Zeit: Das Seminar kann als Vortrag (min. 1,5 Stunden) oder als ganztägiger Workshop gehalten werden.
Folienvortrag:
"Rechtsextremismus in Thüringen"

Die extreme Rechte in Thüringen umfasst eine ganze Reihe von Organisationen und Gruppierungen. Neben den Wahlparteien NPD, DVU, REP und DP (Deutsche Partei) finden wir ein breites Netz rechter und neonazistischer Kameradschaften, die in zahlreichen Regionen Thüringens aktiv sind, rechtsextreme Propaganda vor Ort betreiben, Ausgangspunkte für Dominanzbestrebungen in einzelnen Kommunen sind und als erste Andockstelle für die Rekrutierung von Jugendlichen dienen.

Was ist eigentlich Rechtsextremismus? Wie stark sind rechtsextreme Einstellungen in Thüringen verbreitet? Was sind die Strategien und Aktivitäten der extremen Rechte in Thüringen? Was lässt sich über ihre Stärke sagen? Welche Immobilien, Musikversände und Bands gehören ihnen? Anschließend soll über mögliche lokale Strategien gegen Rechtsextremismus in Thüringen diskutiert werden.

Teilnehmer: 10-20 Personen
Zeit: Der Vortrag dauert ca. 1-1,5 Stunden