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1. Ziele
Die Mobilen Beratungsteams (MBT) sind ein Beratungsangebot
mit dem Anliegen, demokratisch bürgerschaftliches Engagement zugunsten einer
zivilen Menschenrechtskultur im Gemeinwesen zu stärken. Die Arbeit der MBTs
zielt auf die Entwicklung von Konzeptionen, Strukturen und Hand-
lungen,
die ein demokratisches Gemeinwesen unterstützen und demo-
kratiegefährdenden
Tendenzen vorbeugen bzw. entgegentreten. Ein solches Gemeinwesen ist
gekennzeichnet durch eine integrative demokratische Kultur, verbunden
mit einer gleichberechtigten öffentlichen Streitkultur bei Wahrung
der Gleichwertigkeit und der Rechte aller Menschen und Anerkennung vielfältiger
Lebensweisen.
Das Ziel eines angstfreien und menschenrechtsorientierten Miteinanders
ist an zahlreiche Voraussetzungen geknüpft. Einige dieser Voraussetzungen,
wie z. B. soziale Sicherheit, lassen sich kaum von Mobiler Beratung (MB)
beeinflussen. Andere Grundvoraussetzungen wie selbstbewusste demo-
kratische
Akteure und tragfähige demokratische Strukturen sind dagegen mithilfe
externer Beratung entwicklungsfähig. Daher unterstützt Mobile
Beratung vorhandene und neue zivilgesellschaftliche und demokratische
Kräfte und zielt auf demokratische Diskurse durch die Anregung von
Kommunikationskompetenzen und die Erschließung von demokratiefördernden
Ressourcen.
Demokratische Kultur ist überall dort gefährdet, wo es nicht
allen Akteuren ermöglicht wird, an ihr teilzuhaben. Sie ist also
nicht nur utopischer An-
spruch, sondern soll als erlebbare und konkrete
Praxis im Alltag entwickelt werden. Dazu gehört die Sensibilisierung
für die Situation von Minderheiten im Gemeinwesen und die Solidarisierung
mit (potenziellen) Opfern rechts-
extremer Gewalt. Ihre Partizipation
an demokratischen Prozessen wird z.B. durch öffentlichen Rassismus
erheblich eingeschränkt. Folglich wendet sich MB gegen Rechtsextremismus,
gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, Diskriminierung und Ausgrenzung
und setzt auf den Aufbau langfristiger zivilgesellschaftlicher Strukturen.
Mobile Beratung wirkt darauf hin, dass die Perspektive von Minderheiten
von der Mehrheit wahrgenommen wird. Dies bedeutet, dass soziale, ethnische,
kulturelle und religiöse Minderheiten in die Netzwerkstrukturen
einer menschenrechtsorientierten Demokratie einbezogen werden.
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