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2. Angebote
Auf Grund der auf das demokratische Gemeinwesen
bezogenen Zielorien-
tierung und entlang der Kompetenzen der MBTs ergeben
sich bestimmte Beratungsangebote.
Diese unterteilen sich in einen präventiven Bereich, der mit Demokratieförderung
beschrieben werden kann, und einen interve-
nierenden Bereich, der sich
auf Aktivitäten gegen Rechtsextremismus fokussiert.
Die Angebote setzen niedrigschwellig an Alltagserfahrungen und den
Hand-
lungsmöglichkei-ten
der Akteure an, beziehen sich auf den von ihnen artikulierten Bedarf,
nehmen ihre Kompetenz als Experten für ihr jeweiliges Tätigkeitsgebiet
ernst und versuchen, vorhandene Ansätze zu erkennen und weiterzuentwickeln.
Beratungsangebote
im Bereich Demokratieförderung:
• Konzeptentwicklung;
z. B. für Jugendarbeit, Netzwerke, kommunale Aktionspläne und
für Konzepte zur Verhinderung von rechtsextremer Dominanz in öffentlichen
Diskursen und Räumen
• Sozialraumanalysen; Fallstudien und soziokulturelle Problem- und Ressourcenanalyse
• Organisationsentwicklung
und Projektmanagement für Initiativen und Netzwerke
• Coaching
und Begleitung von regionaler und überregionaler Vernetzung
• Durchführung von Fachtagungen zur Vernetzung von Maßnahmen und zu
den Themenbereichen »Zivilgesellschaft« und »Prävention
gegen Rechtsextremismus«
• Themenspezifische Projektschultage
• Workshops
zu Projektansätzen / Übersicht über »good practice«
• Organisation
von fachübergreifendem Informations- und Erfahrungs-
austausch
• Vermittlung
von Kontakten zu anderen Institutionen und Trägern
Beratungsangebote
für Aktivitäten gegen Rechtsextremismus:
• Moderation
bei Konferenzen und Fachtagungen in kommunalen Verständigungsprozessen
und Netzwerken
• Krisen- und Konfliktmanagement
• Vermittlung
von Handlungsoptionen zur Auseinandersetzung mit rechts-
extremen
• Aktivitäten
(Gewalt, Konzerte, Demonstrationen) und rechtsextremer Jugendkultur
• Workshops
zu Inhalten, Strukturen und Erscheinungsformen des Rechts-
extremismus und zu demokratischen Interventionsmöglichkeiten
• Unterstützung
für Kommunen und Initiativen/Netzwerke in der Öffent-
lichkeitsarbeit
• Vermittlung
von spezifischer und weiterführender Beratung
(z. B. Beratung von Opfern rechtsextremer Gewalt)
• Aufbereitung
von Fachinformationen zu Rechtsextremismus als inhaltliche Zuarbeit für
Fachgremien und Einzelakteure
• Bereitstellung
von Informationen und Informationsweitergabe für
telefonische und persönliche Anfragen
• Erstellung von spezifischen Analysen und Arbeitsmaterialien
2.1 Grenzen des Angebotes
• MB
setzt i.d.R. keine Projekte um. Dies ist Aufgabe der Akteure, MB kann
nicht
den Mangel an zivilgesellschaftlichem Engagement, Jugend- oder Sozialarbeit
ersetzen. In der Anfangsphase von Beratungsprozessen können einzelne
Maßnahmen
Projekt-charakter tragen (z. B. Projektschultag zu Rechtsextremismus, um Meinungsbilder
und Klassenklima zu bestimmen).
• MB übernimmt
keine Beratungsfälle,
die offensichtlich dem Standard
menschenrechtsorientierter demokratischer Kultur zuwiderlaufen.
• »Nicht
jedes Team macht alles«:
Die verschiedenen MTBs in Ostdeutsch-
land
arbeiten sowohl in urbanen als auch in ländlichen Regionen und unterliegen
daher
unterschiedlichen äußeren Rahmenbedingungen. Entlang dieser Rahmenbedingungen
entwickeln die Teams eigene Schwerpunkt-
setzungen ihrer Arbeit. Daraus ergibt
sich eine unterschiedliche Angebots-
struktur der MBTs, die jedes Team auf Anfrage
konkretisiert. |