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MOBIT Erfurt
Pfeiffersgasse 15
99084 Erfurt
Fon: 0361 - 2192694
Fax: 0361 - 2192734

mail@mobit.org
Gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und das Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit im Rahmen des Bundesprogramms “TOLERANZ FÖRDERN - KOMPETENZ STÄRKEN“.
Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage

Ein europaweites Netzwerk von SchülerInnen für SchülerInnen

Wie entstand das Projekt?

1988 erlebten Schüler und Schülerinnen in Belgien das Erstarken der rechtsextremen Partei Vlaams Block. Sie wollten nicht warten, bis die politische Führung Maßnahmen zur Eindämmung rassistischen Gedankengutes in der Bevölkerung entwickelt, sondern sie wollten selbst aktiv werden.
Zusammen mit LehrerInnen und anderen engagierten Personen entwickelten sie ein Projektkonzept, das eine aktive Auseinandersetzung mit Rassismus und anderen Diskriminierungsformen von SchülerInnen ermöglichte und eine öffentlichkeitswirksame Positionierung gegen rassistisches und diskriminierendes Gedankengut und Handeln zum Ziel hatte. Es entstand das Projekt Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage.

Die Resonanz und der Erfolg des Projektes in Belgien waren derart groß, dass es seit 1992 in den Niederlanden und seit 1995 auch in Deutschland existiert. Der Trägerverein ist Aktion Courage e.V. in Berlin, der auch gleichzeitig die bundesweite Koordinierung übernimmt.

Was beinhaltet der Titel?

Den Titel Schule ohne Rassismus - Titel mit Courage erhaltet ihr, wenn mindestens 70% aller an der Schule anwesenden und arbeitenden Personen (SchülerInnen, LehrerInnen, Hausmeister, Reinigungskräfte, ...) ein Selbstverständnis unterzeichnet haben. Mit eurer Unterschrift erklärt ihr euch bereit durch jährlich stattfindende Projekte, Aktivitäten und Initiativen zum Themenfeld aktiv etwas gegen diskriminierendes Gedankengut und Handeln an eurer Schule zu tun. Ihr schaut bei entsprechenden Vorkommnissen (bspw. auf dem Schulhof) nicht weg, sondern ihr mischt euch ein, übernehmt Verantwortung und sucht gemeinsam Wege, wie ihr euch einander zukünftig achten könnt.
Wichtig zu erwähnen ist, dass sich der Titel nicht ausschließlich gegen Rassismus (ethnische/kulturelle Herkunft) wendet, sondern auch Diskriminierungen aufgrund der religiösen oder sexuellen Orientierung, aufgrund körperlicher/geistiger Beeinträchtigungen oder aufgrund anderer Merkmale wie soziale Herkunft oder Kleidung mit einschließt.

Wie wird meine Schule eine Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage?

Download der "Start-Infos"

Zunächst sollte sich eine Gruppe von engagierten SchülerInnen finden, die Zeit und Lust hat, die `Federführung` bei der Organisation und Durchführung des Projektes zu übernehmen. Zu eurer Unterstützung ist es hilfreich, die Schulleitung und mindestens ein oder zwei LehrerInnen für euer Vorhaben zu gewinnen. Sie können euch bei der Organisation von Projekttagen, Finden von geeigneten ReferentInnen und bei der Beschaffung finanzieller Mittel helfen.
In einem zweiten Schritt solltet ihr die Inhalte des Projektes bekannt machen, damit die SchülerInnen, LehrerInnen und die anderen Personen wissen, wofür sie ihre Unterschrift in einem dritten Schritt geben.
Wenn ihr die Unterschriftensammlung beendet habt, schickt ihr diese an die Bundeskoordination in Berlin und erhaltet daraufhin die Anerkennung als eine Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage. Nun ist es an euch, einen Paten oder eine Patin zu suchen, die euch auf eurem zukünftigen Weg unterstützt. Viele Prominente, wie etwa Campino von den Toten Hosen, Per Mertesacker (Deutscher Fußball Nationalspieler) oder Dieter Althaus (Ministerpräsident Thüringen), unterstützen bereits einzelne Schulen.
Habt ihr eine Person gefunden, geht es an die Planung einer feierlichen Titelverleihung, auf der euer Pate bzw. eure Patin, die Presse und die gesamte Schüler- und Lehrerschaft anwesend ist und euch die Landeskoordination (Mobit) die Urkunde überreicht. Im Rahmen des Festaktes kann dann auch das Schild mit dem Logo Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage für alle sichtbar außen an die Schule angebracht werden.
Hierdurch setzt ihr ein klares Zeichen und tretet aktiv für die Entwicklung und Förderung einer demokratischen Schulkultur ein.

 
MOBIT ist die Landeskoordination in Thüringen von Schule Ohne Rassismus - Schule Mit Courage"

Die Mobile Beratung in Thüringen - Für Demokratie - Gegen Rechtsextremismus ist seit April 2005 Landeskoordinator des bundesweiten Projektes. Wir setzten uns im Rahmen unserer Arbeit auch für Pluralität, die Anerkennung der Gleichheit aller Menschen, den Schutz von Minderheiten, sowie einen respektvollen Umgang miteinander ein. Dieses Ziel verbindet bundesweit bereits weit mehr als 690 SOR-SMC Schulen. In Thüringen haben bisher 16 Schulen diesen Titel erworben.
MOBIT unterstützt euch in dem Prozess des Titelerwerbs und darüber hinaus. Wenn ihr Fragen zum Projekt habt, euch jemanden wünscht, der das Projekt an eurer Schule vorstellt, Hilfe bei der Suche nach ReferentInnen oder der Gestaltung der Titelverleihung habt, dann ruft uns an oder schreibt eine e-mail. Wir freuen uns darauf, euch kennen zu lernen.

MOBIT arbeitet eng mit den früheren Koordinatoren und jetzigen Partnern - Peter Reif-Spirek (Landeszentrale für politische Bildung Thüringen) und Ullrich Ballhausen (Europäische Jugendbildungs- und Begegnungsstätte Weimar) - zusammen. Ein weiterer Partner ist das Netzwerk für Demokratie und Courage (NDC) in Erfurt.

 
Weiterführende Informationen zu anderen SOR-SMC Schulen, den Aktivitäten des bundesweiten Netzwerkes, sowie der Bundeskoordination Aktion Courage e.V. findet ihr HIER.
 
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