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Mobile Beratung in Thüringen Für Demokratie – Gegen Rechtsextremismus
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mitteilungen - artikel
Wortergreifungsstrategie von Rechtsextremisten in Meiningen und Nordhausen - 2 gestörte Veranstaltungen an einem Tag
23.03.2007

An zwei unterschiedlichen Orten haben Rechtsextremisten versucht Veranstaltungen von Demokraten und Antifaschisten zu stören.

 
Am 22. März veranstaltete die VHS in Meiningen einen Vortrag, der sich mit dem Thema „Versteckspiel – Rechtsextreme Codes und Symbole“ beschäftigte. Anwesend waren auch die bekannten Thüringer Rechtsextremisten Sylvia K. und Hendrik H. Sie versuchten durch Nachfragen, welche eher dazu geeignet waren die Verbrechen im Dritten Reich zu relativieren, die Diskussion auf ihre rechtsextremen Botschaften und Inhalte zu lenken.
Durch das konzentrierte Auftreten des Referenten und einer eindeutig ablehnenden Haltung des Publikums gingen die beiden Rechtsextremen aber bei der Veranstaltung unter. Ein Ausschluss der Beiden war im Vorfeld nicht möglich, da die beiden Rechten sich erst während des Vortrages „verrieten“. Eine Person gab auch in der Teilnehmerliste einen falschen Namen an.
Am selben Tag veranstaltete das „Bündnis gegen Rechtsextremismus Nordhausen“ einen Diskussionsabend unter dem Motto „Recht gegen Rechts“. Ein Gutes Dutzend Neonazi versuchten den Saal zu besetzen. Erst die zur Hilfe gerufene Polizei konnte das Hausrecht der Veranstalter durchsetzen.
„Die Erfahrung aus anderen Bundesländer zeigt“, so Mobit Berater Uwe Schubert, „dass Rechtsextremisten verstärkt versuchen öffentliche Veranstaltungen zu besuchen, um sich als „normaler“ Partner in politischen Debatten zu präsentieren. Nach dem Motto „keine Debatte über Nazis ohne Nazis“ wollen sie überall das „Wort ergreifen“, Präsenz zu zeigen und gleichberechtigter Teil des normalen politischen Diskurses werden.
Für Veranstalter von politischen Debatten im Themenbereich Rechtsextremismus und wie es notwendig scheint auch zu anderen Inhalten, die ihre Veranstaltungen nicht von der Neonaziszene dominiert sehen wollen, hält MOBIT eine Reihe von Tipps unter www.mobit.org bereit.
Schubert weiter: „Kostenlos versenden wir die Broschüre „Unerwünscht – Über den Umgang mit Rechtsextremisten auf öffentlichen und nichtöffentlichen Veranstaltungen“