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Die Mobile Beratung für Demokratie gegen Rechtsextremismus
in Thüringen (Mobit) zeigt sich angesichts der bevorstehenden
Aktivitäten von Rechtsextremen am kommenden Sonntag, 18.11.2007,
besorgt: "Nach unserer Kenntnis werden Neonazis in verschiedenen
Städten und Gemeinden, an Kranzniederlegungen teilnehmen oder
eigene Kundgebungen durchführen. Bei diesen, von Neonazis als
"Heldengedenken" bezeichnete Aktionen, wurden in den vergangenen
Jahren Kriegsverbrechen und Völkermord geleugnet und faschistische
Organisationen wie SS oder SA gewürdigt," erklärt
Stefan Heerdegen von Mobit.
Auch dieses Jahr beabsichtigen NPD und anderen rechtsextreme
Organisationen in mehr als einem Dutzend Orten mit Fackelmärschen,
Verlesen von Reden und Gedichten, Absingen von faschistischen Liedern
den Volkstrauertag zu missbrauchen. "Das Neofaschistische Heldengedenken
zielt eindeutig auf eine Verherrlichung des Nationalsozialismus
und seiner Funktionsträger, der Verharmlosung der Verbrechen
des deutschen Faschismus und einer Herabwürdigung der Opfer
des Terrorsystems", erklärt Stefan Heerdegen.
"Nachdem nun zum wiederholten Male der zentrale
Naziaufmarsch zu diesem Tag im brandenburgischen Halbe dank des
Engagements von Bürgern und politisch Verantwortlichen nicht
stattfinden kann, geraden die Kommunen immer mehr in den Fokus von
Naziaktivitäten zum Volkstrauertag", erläutert Stefan
Heerdegen.
Angesicht der offen an den Nationalsozialismus erinnernden
Aufmarschformen mit Fackeln, Fahnen und pseudomilitärischer
Formation sollten sich die Behörden diese Naziprovokationen
nicht unbeachtet und unwidersprochen hinnehmen. "Wo NPD und
andere Neonazis bei öffentlichen Gedenkveranstaltungen teilnehmen,
sollten demokratische Parteien Stadt-/Gemeindebürgermeister
ein klares Zeichen gegen NS-Verherrlichung und neuen Rechtsextremismus
setzen. "Eigentlich müsste angesichts der Bedrohung durch
den Rechtsextremismus klar sein, dass es der NPD nicht gestattet
werden darf in den Reihen der Demokraten oder den NPD-Kranz im Rahmen
der offiziellen Veranstaltung niederzulegen", meint Stefan
Heerdegen und fährt fort: "Die Ordnungsbehörden und
Friedhofsverwaltungen sind aufgefordert, die Möglichkeiten
der Untersagung oder Beauflagung sorgfältig zu prüfen
und wir erwarten ein niedrigschwelliges Eingreifen bei Verdacht
auf Straftaten und Ordnungswidrigkeiten," sagt Stefan Heerdegen.
Zivilgesellschaftliches Hinsehen und staatliche Verantwortungsnahme
sollten im Zusammenspiel die braune Propaganda am Volkstrauertag
stoppen.
Angaben zu bisher bekannten Orten und Aktionen der
Neonazis am 18.11. teilen das Mobit-Team gerne auf Rückfrage
mit.
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