| Die in dem heutigen Bericht
des Verfassungsschutzes festgestellten höheren Zahlen an rechtsextremer Gewalt
und Organisierung decken sich mit den Erfahrungen von MOBIT. Besonders fest gehalten
werden sollte das Bemühen der NPD, sich ein "bürgerlich - seriöses"
Image zu verpassen. Indem vermeintliche oder tatsächliche kommunal- und landespolitische
Fragen thematisiert werden, versucht insbesondere die NPD bei den Menschen als
normale Partei zu erscheinen und ernst genommen zu werden. Das angebliche Interesse
des NPD Kreisverbandes Gotha am Erwerb des ehemaligen Gewerkschaftshauses der
Stadt passt zu dieser Strategie. "Das Aufgreifen
von sozialpolitischen Themen wie Hartz IV seitens der Rechtsextremen ist dagegen
keine Neuigkeit mehr, hat aber ohne Zweifel die steigenden Mitgliederzahlen zur
Folge gehabt", so Uwe Schubert, Berater bei MOBIT in Gotha. "Gerade
an dieser Thematik kann aber auch gezeigt werden, wie wichtig Bürgerengagement
ist und dass dieses auch erfolgreich sein kann" so Schubert weiter. Am 1.
Mai wollte die NPD in Erfurt mit angeblicher Globalisierungs- und Kapitalismuskritik
und platten Parolen zum Thema Arbeitslosigkeit Punkte machen. "Das entschiedene
Handeln von vielen hundert Erfurtern hat der NPD den Aufmarsch am 1. Mai vermasselt",
resümiert Schubert noch einmal, "ein Beispiel, welches in Thüringen
Schule machen sollte". "Aufklärung
und Intervention sind die beiden Hauptstränge, um erfolgreich die Rechtsextremisten
zurück zu drängen." |