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Gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und das Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit im Rahmen des Bundesprogramms “TOLERANZ FÖRDERN - KOMPETENZ STÄRKEN“.
mitteilungen - artikel
Umdenken der Landesregierung – Innen- und Sozialministerium fördern MOBIT
21.11.2006
 
Wie heute auf der Kabinettspressekonferenz in der Thüringer Staatskanzlei in Erfurt von Innenminister Dr. Karl Heinz Gasser bekannt gegeben wurde, sind sowohl das Innen- als auch das Sozialministerium nun doch bereit die „Mobile Beratung in Thüringen - Für Demokratie gegen Rechtsextremismus“ (MOBIT) zu finanzieren. Minister Gasser sagte 30.000 € aus dem Budget des Innenministeriums und 10.000 € vom Sozialministerium für konkrete Projekte ab 1. Januar 2007 zu. Im Einzelnen stellen sich die Ministerien Veranstaltungen zu Chancen und Grenzen kommunaler Jugendarbeit, Argumentationstrainings gegen Stammtischparolen, Beratung von Eltern rechtsextremer Jugendlicher sowie Weiterbildungen an Thüringer Schulen zur Prävention rechtsextremer Tendenzen.

„Ich freue mich über diese Trendwende im Freistaat im Umgang mit den Bundesprojekten gegen den wiedererstarkenden Rechtsextremismus.“ so Wolfgang Nossen, Vorsitzender der Jüdischen Landesgemeinde und Vorstandsvorsitzender von MOBIT e.V..

Auch Steffen Lemme, Vorsitzender des DGB Thüringen und stellvertretender Vereinsvorsitzender zeigte sich zufrieden. „Mit Blick auf die alarmierenden Ergebnisse des Thüringen-Monitors, der im letzten Jahr bei etwa 20 % der Thüringer Bevölkerung ein rechtsextremes Weltbild maß, ist dieser Einstieg in die Finanzierung ein notwendiger Schritt in die richtige Richtung.“

„Diese Kofinanzierung ist von entscheidender Bedeutung für den Fortbestand von MOBIT“, kommentieren Matthias Müller und Uwe Schubert, die Projektkoordinatoren von MOBIT, die Nachricht.

Das neue Bundesprogramm des Ministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend fordert eine zwingende Eigenbeteiligung der jeweiligen Landesregierungen an den Strukturprojekten gegen Rechtsextremismus.