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Wie heute auf der Kabinettspressekonferenz in der Thüringer
Staatskanzlei in Erfurt von Innenminister Dr. Karl Heinz Gasser bekannt gegeben
wurde, sind sowohl das Innen- als auch das Sozialministerium nun doch bereit die
Mobile Beratung in Thüringen - Für Demokratie gegen Rechtsextremismus
(MOBIT) zu finanzieren. Minister Gasser sagte 30.000 € aus dem Budget des
Innenministeriums und 10.000 € vom Sozialministerium für konkrete Projekte
ab 1. Januar 2007 zu. Im Einzelnen stellen sich die Ministerien Veranstaltungen
zu Chancen und Grenzen kommunaler Jugendarbeit, Argumentationstrainings gegen
Stammtischparolen, Beratung von Eltern rechtsextremer Jugendlicher sowie Weiterbildungen
an Thüringer Schulen zur Prävention rechtsextremer
Tendenzen. Ich freue mich über diese
Trendwende im Freistaat im Umgang mit den Bundesprojekten gegen den wiedererstarkenden
Rechtsextremismus. so Wolfgang Nossen, Vorsitzender der Jüdischen Landesgemeinde
und Vorstandsvorsitzender von MOBIT e.V.. Auch Steffen
Lemme, Vorsitzender des DGB Thüringen und stellvertretender Vereinsvorsitzender
zeigte sich zufrieden. Mit Blick auf die alarmierenden
Ergebnisse des Thüringen-Monitors, der im letzten Jahr bei etwa 20 % der
Thüringer Bevölkerung ein rechtsextremes Weltbild
maß, ist dieser Einstieg in die Finanzierung ein notwendiger Schritt
in die richtige Richtung. Diese
Kofinanzierung ist von entscheidender Bedeutung für den Fortbestand von MOBIT,
kommentieren Matthias Müller und Uwe Schubert, die
Projektkoordinatoren von MOBIT, die Nachricht. Das
neue Bundesprogramm des Ministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
fordert eine zwingende Eigenbeteiligung der jeweiligen Landesregierungen
an den Strukturprojekten gegen Rechtsextremismus. |