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Es war im letzten Jahr ein Novembertag, als sich
die Schülerinnen und Schüler zunächst einmal mit
der Idee des Projektes "Schule ohne Rassismus - Schule mit
Courage" vertraut machten.
Nach dem Entschluss, den Titel zu erwerben, gründete die Schülerschaft
eine Kerngruppe, sammelte die erforderliche Anzahl von Unterschriften
und initiierte eine Reihe von Projektaktivitäten. Neben Projekttagen
zum Themenfeld Rassismus wurde im Gespräch besonders eine Ausstellung
mit dem Thema "Jüdisches Leben nach 1945" als sehr
interessant hervorgehoben.
Heute, nach etwas mehr als sieben Monaten, war es endlich soweit.
Der Titel "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage"
wurde im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung verliehen.
Das Fest war eine sehr gelungene Mischung aus Musik, Theaterinszenierungen
und Redebeiträgen. Die Schulleiterin machte in ihrer Ansprache
deutlich, dass Jugendliche nicht erst warten müssten, bis sich
die Erwachsenenwelt mit der Präsenz von Rassismus, Antisemitismus
und Fremdenfeindlichkeit auseinandersetzen. Dies geschehe ohnehin
eher zögerlich und somit müssten die jungen Menschen den
Älteren ein Vorbild sein. Dennoch: Aktionismus sei fehl am
Platz - den Gedanken leben - darum gehe es.
Im Hinblick auf die Agitationsstrategien der Rechtsextremen
mahnte Herr Panse, der Bürgermeister von Zella-Mehlis, die
Schülerschaft, sich nicht vereinnahmen zu lassen und nicht
auf ihre dumpfen Parolen herein zu fallen.
Die Mobile Beratung in Thüringen (MOBIT) ist
Landeskoordinator des bundesweiten Projektes SOR-SMC. Nach der Übergabe
der Urkunde betonte Frau Pawelskus (Beraterin) "dass es sehr
erfreulich war zu hören, der Bürgermeister leiste gern
einen finanziellen Beitrag zur Weiterführung des Projektes.
Die SchülerInnen sollten ihn beim Wort nehmen, denn eine derartige
tatkräftige Unterstützung ist nicht selbstverständlich."
Wenngleich der Wintersportler Sebastian Haseney an diesem Tag aufgrund
der Teilnahme an einem Trainingslager nicht an der Titelverleihung
teilnehmen konnte, so fand der Oberbürgermeister von Oberhof,
Herr Schulz anerkennende Worte für die erbrachte Leistung.
Wie wird man eine SOR-SMC?
Mindestens 70 Prozent aller am Schulbetrieb Beteiligten müssen
schriftlich bekunden, dass sie sich gegen Gewalt und diskriminierende
Handlungen wenden und aktiv an Projekten gegen Rassismus und Ausgrenzung
mitwirken wollen. Einmal pro Jahr muss ein Bericht über die
Aktivitäten abgeliefert werden. Zudem müssen die Schüler
einen Paten für das Projekt gewinnen, der hilft, ihr Engagement
öffentlich zu machen.
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