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Gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und das Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit im Rahmen des Bundesprogramms “TOLERANZ FÖRDERN - KOMPETENZ STÄRKEN“.
mitteilungen - artikel
Titelverleihung in Jena - Leiter der Klinik für Innere Medizin der Friederich Schiller Universität Jena, Herr Prof. Dr. Figulla ist Schirmherr
Staatliche Berufsbildende Schule für Gesundheit und Soziales wird 333. "Schule Ohne Rassismus - Schule Mit Courage" und 9. Schule in Thüringen
11.05.2007

Nach einem mehr als einjährigem Prozess des Titelerwerbs "Schule ohne Rassismus-Schule mit Courage" war es am gestrigen Donnerstag nun endlich soweit. Die Staatliche Berufsbildende Schule für Gesundheit und Soziales (SBBS) in Jena darf sich seit gestern nun offiziell so betiteln.

In der einleitenden Ansprache zur feierlichen Titelverleihung erinnerte die Schulleiterin daran, welch langen Atem es benötigte, um die Unterschriftensammlung zu vollenden. Denn die SchülerInnen, die damals die Initiative für dieses Projekt ergriffen, waren Abschlusskandidaten und somit aufgefordert, die Idee und den Inhalt von "Schule ohne Rassismus-Schule mit Courage" an die neue Schülerschaft weiterzutragen.

Dass diese Herausforderung hinsichtlich des Generationenwechsels gemeistert worden ist, ist auch ein Beweis für das kontinuierliche Engagement der Schülerschaft im Umgang mit verschiedenen Diskriminierungsformen. Hier finden nicht nur mehrtägige Workshops zum Thema Rassismus statt, sondern hier ist auch eine Ausstellung zum Thema Antisemitismus zu sehen.

Die Mobile Beratung in Thüringen (MOBIT) ist Landeskoordinator des bundesweiten Projektes SOR-SMC. In der Ansprache zur Übergabe der Urkunde machte Petra Pawelskus noch einmal deutlich "dass der Entschluss der SchülerInnen bei verbalen und nonverbalen diskriminierenden Übergriffen nicht wegzusehen, sondern hinzuschauen und zu handeln, Respekt, Anerkennung und Würdigung verdient hat. Denn in unserer Gesellschaft werden diese Phänomene noch zu häufig bagatellisiert und ignoriert. Um so eindrucksvoller ist es, wenn sich diese Schule mit rund 1000 SchülerInnen für eine gewaltfreie, kreative und inhaltlich argumentative Auseinandersetzung mit Rassismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit entschieden hat."

Nicht nur der Bürgermeister der Stadt Jena, sondern auch der Schirmherr Prof. Dr. Figulla brachte seinen Respekt zum Ausdruck und versicherte seine Unterstützung im Rahmen der Patenschaft. Die feierliche Veranstaltung ist neben anderen Wortbeiträgen auch durch die musikalischen und literarischen Beiträge der SchülerInnen als sehr gelungen zu bezeichnen.

Wie wird man eine SOR-SMC?
Mindestens 70 Prozent aller am Schulbetrieb Beteiligten müssen schriftlich bekunden, dass sie sich gegen Gewalt und diskriminierende Handlungen wenden und aktiv an Projekten gegen Rassismus und Ausgrenzung mitwirken wollen. Einmal pro Jahr muss ein Bericht über die Aktivitäten abgeliefert werden. Zudem müssen die Schüler einen Paten für das Projekt gewinnen, der hilft, ihr Engagement öffentlich zu machen.