| Am morgigen Mittwoch,
den 6. September, um 13 Uhr wird dem Gymnasium Gleichense in Ohrdruf feierlich
der Titel "Schule Ohne Rassismus - Schule Mit Courage" (SOR-SMC) übergeben.
Der Biathlet Alexander Wolf vom WSV Oberhof 05 e.V., der schon einige Weltcup-Erfolge
erzielte, wird bei der Feierlichkeit zugegen sein und als Pate die Schülerinnen
und Schüler des Gymnasiums langfristig in ihrem Engagement unterstützen. Das
Gymnasium Gleichense wird damit die 300. Schule in der Bundesrepublik und die
7. Schule in Thüringen sein, die diesen Titel erworben hat. Die Bundeskoordination
von SOR-SMC hat die Aufnahmekriterien geprüft und sie für korrekt befunden.
Morgen wird an der Schule ein Schild mit dem Titel "Schule Ohne Rassismus
- Schule Mit Courage" angebracht werden. Die
Mobile Beratung in Thüringen (MOBIT) ist Landeskoordinator des bundesweiten
Projektes SOR-SMC. Matthias Müller von MOBIT wird morgen die Urkunde übergeben.
"Die Schülerinnen und Schüler der Initiative haben vor allem Mut
und Durchhaltevermögen bewiesen, in dem sie in ihrem Engagement nicht nachgelassen
haben, bis sie fast 78 % der Unterschriften zusammen hatten. Sie haben nicht abgewartet
bis jemand für sie etwas ändert, sondern sie sind selbst aktiv geworden,
um etwas gegen Diskriminierungen zu tun", so Müller. "Ich
erinnere mich noch gut an mein erstes Treffen am Gymnasium. Die Schülerinnen
und Schüler erzählten mir von ihren Erfahrungen mit rechtsextremer Gewalt,
einige hatten sogar Angst sich allzu öffentlich zu engagieren. Umso mehr
freut es mich, dass es mit Unterstützung von LehrerInnen und Schulleitung
gelungen ist, diesen Titel zu erwerben. Dieser soll vor allem ein Auftrag sein:
Schüler wie Lehrer verpflichten sich - und zwar auf Dauer - tätig zu
werden, wenn sie Diskriminierung beobachten", so Müller weiter. Wie
wird man eine SOR-SMC? Mindestens 70 Prozent aller am Schulbetrieb Beteiligten
müssen schriftlich bekunden, dass sie sich gegen Gewalt und diskriminierende
Handlungen wenden und aktiv an Projekten gegen Rassismus und Ausgrenzung mitwirken
wollen. Einmal pro Jahr muss ein Bericht über die Aktivitäten abgeliefert
werden. Zudem müssen die Schüler einen Paten für das Projekt gewinnen,
der hilft, ihr Engagement öffentlich zu machen. |