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mitteilungen - artikel
Titelverleihung in Ohrdruf - Biathlet Alexander Wolf wird Pate
Gymnasium Gleichense wird 300. "Schule Ohne Rassismus - Schule Mit Courage"
05.09.2006

Am morgigen Mittwoch, den 6. September, um 13 Uhr wird dem Gymnasium Gleichense in Ohrdruf feierlich der Titel "Schule Ohne Rassismus - Schule Mit Courage" (SOR-SMC) übergeben. Der Biathlet Alexander Wolf vom WSV Oberhof 05 e.V., der schon einige Weltcup-Erfolge erzielte, wird bei der Feierlichkeit zugegen sein und als Pate die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums langfristig in ihrem Engagement unterstützen.

Das Gymnasium Gleichense wird damit die 300. Schule in der Bundesrepublik und die 7. Schule in Thüringen sein, die diesen Titel erworben hat. Die Bundeskoordination von SOR-SMC hat die Aufnahmekriterien geprüft und sie für korrekt befunden. Morgen wird an der Schule ein Schild mit dem Titel "Schule Ohne Rassismus - Schule Mit Courage" angebracht werden.

Die Mobile Beratung in Thüringen (MOBIT) ist Landeskoordinator des bundesweiten Projektes SOR-SMC. Matthias Müller von MOBIT wird morgen die Urkunde übergeben. "Die Schülerinnen und Schüler der Initiative haben vor allem Mut und Durchhaltevermögen bewiesen, in dem sie in ihrem Engagement nicht nachgelassen haben, bis sie fast 78 % der Unterschriften zusammen hatten. Sie haben nicht abgewartet bis jemand für sie etwas ändert, sondern sie sind selbst aktiv geworden, um etwas gegen Diskriminierungen zu tun", so Müller.

"Ich erinnere mich noch gut an mein erstes Treffen am Gymnasium. Die Schülerinnen und Schüler erzählten mir von ihren Erfahrungen mit rechtsextremer Gewalt, einige hatten sogar Angst sich allzu öffentlich zu engagieren. Umso mehr freut es mich, dass es mit Unterstützung von LehrerInnen und Schulleitung gelungen ist, diesen Titel zu erwerben. Dieser soll vor allem ein Auftrag sein: Schüler wie Lehrer verpflichten sich - und zwar auf Dauer - tätig zu werden, wenn sie Diskriminierung beobachten", so Müller weiter.

Wie wird man eine SOR-SMC?
Mindestens 70 Prozent aller am Schulbetrieb Beteiligten müssen schriftlich bekunden, dass sie sich gegen Gewalt und diskriminierende Handlungen wenden und aktiv an Projekten gegen Rassismus und Ausgrenzung mitwirken wollen. Einmal pro Jahr muss ein Bericht über die Aktivitäten abgeliefert werden. Zudem müssen die Schüler einen Paten für das Projekt gewinnen, der hilft, ihr Engagement öffentlich zu machen.