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mitteilungen - artikel
Erschreckender Wahlerfolg der rechtsextremen NPD in Mecklenburg-Vorpommern
MOBIT muss dagegen seine Arbeit einstellen
17.09.2006
 

Der NPD ist es in Mecklenburg-Vorpommern gelungen, mit über 7 Prozent der Wählerstimmen in den Schweriner Landtag einzuziehen. Was viele Wahlforscher und deren Umfragen vorausgesagt haben, ist leider wahr geworden. Es war somit kein Überraschungseffekt, sondern es hat sich schon länger abgezeichnet, dass es ein extrem rechtes Wählerpotential gibt.
Matthias Müller von der Mobilen Beratung in Thüringen (MOBIT) sieht eine ähnliche gefährliche Entwicklung in Thüringen. „Die NPD hat bei der Bundestagswahl 2005 in Thüringen mit 3,7 % ihr zweitbestes Landesergebnis erreicht, noch vor Mecklenburg-Vorpommern. Damit hat sie ihre absoluten Wählerstimmen im Vergleich zu der 15 Monaten davor stattgefundenen Landtagswahl um 337 Prozent gesteigert. Auch die jährliche Studie zu den politischen Einstellungen in Thüringen, der Thüringen-Monitor, bescheinigt 22% der wahlberechtigten Menschen in Thüringen ein recht geschlossenes rechtsextremes Weltbild.“
„Wir dürfen uns auch in Thüringen nicht länger Sand in die Augen streuen und das rechtsextreme Problem klein reden. Vielmehr sollten nicht-staatliche, staatliche und zivilgesellschaftliche Akteure an einem Strang ziehen. Der jetzt nach der Wahl geäußerte Alarmismus sollte länger anhalten und sich in konkreten politischen Entscheidungen wieder finden. Der MOBIT e.V. und die anderen Träger der ostdeutschen Mobilen Beratungsteams und Opferberatungsstellen müssen dagegen zum Ende des Jahres ihren Angestellten kündigen. Das ist doch irgendwie schizophren“, so Müller weiter.