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Gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und das Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit im Rahmen des Bundesprogramms “TOLERANZ FÖRDERN - KOMPETENZ STÄRKEN“.
mitteilungen - artikel
Positives Signal, aber noch keine Entwarnung für die Zukunft von MOBIT
MOBIT-Vorstand bittet Landesregierung um Gespräch zur Klärung der erforderlichen Kofinanzierung
20.10.2006
 

"Ich begrüße die Entscheidung der Bundesregierung, mit den zusätzlichen fünf Millionen Euro die Arbeit der Strukturprojekte und damit auch der Mobilen Beratung in Thüringen (MOBIT) langfristig zu sichern und weiter zu entwickeln. Wir freuen uns über dieses positive Signal und sehen darin auch eine Wertschätzung der engagierten Arbeit unser fünf Mobilen Berater und Beraterinnen in Thüringen", sagt der Vorstandsvorsitzende des MOBIT e.V. Wolfgang M. Nossen.

"Allein schon aus fachlichen Gesichtspunkten wäre es unverantwortlich, wenn man die gemachten Erfahrungen, die erworbenen Kompetenzen und die aufgebauten Netzwerke des MOBIT-Teams aus den vergangenen fünf Jahren einfach opfern würde. Das sehen auch 46 Wissenschaftler so, die explizit die Weiterführung der Strukturprojekte fordern", so Nossen weiter. MOBIT kann seine Arbeit in Thüringen aber nur fortsetzen, wenn es eine Kofinanzierung seitens der Landesregierung erhält. Benötigt werden 20%, was 55 000 Euro entspricht. In den vergangenen drei Jahren wurde dem MOBIT e.V. die Bitte um Kofinanzierung verwehrt. MOBIT ist somit das einzigste Mobile Beratungsteam in den ostdeutschen Bundesländern ohne Kofinanzierung.

"Wir haben zur Kenntnis genommen, dass die Landesregierung bereit ist Projekte zu fördern. Deshalb haben wir im Juni der Landesstelle Gewaltprävention, wie vereinbart, drei Projektvorschläge zugesandt. Diese werden nun schon seit vier Monaten geprüft. Wir bitten die Landesregierung mit uns das Gespräch zu suchen, um gemeinsam über die Zukunft von MOBIT zu beraten", so der stellvertretende Vorstandsvorsitzende des MOBIT e.V. Steffen Lemme.

"Nicht-Staatliche und staatliche Akteure sollten gemeinsam gegen das Erstarken des Rechtsextremismus handeln. Wir müssen jetzt aktiv werden, um den Einzug der NPD in den Thüringer Landtag zu verhindern", so Lemme weiter.