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Gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und das Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit im Rahmen des Bundesprogramms “TOLERANZ FÖRDERN - KOMPETENZ STÄRKEN“.
mitteilungen - artikel
Mobile Beratung in Thüringen akut gefährdet
Die Bundesregierung will Projekte gegen Rechts auslaufen lassen
Vorstand: Einknicken vor der NPD
Landesförderung bleibt weiterhin fraglich
12.09.2006
 

Gegen alle bisherigen Versprechungen will die Bundesregierung, die in den neuen Ländern existierenden so genannten "Strukturprojekte" die gegen Rechtsextremismus arbeiten zum Jahresende auslaufen lassen. In Thüringen wären neben den in den einzelnen Kommunen existierenden Netzwerkstellen gegen Rechts, die Beratungsstelle für Opfer rechter Gewalt (THO) in Jena und die Mobile Beratung in Thüringen Für Demokratie - Gegen Rechtsextremismus (Mobit) mit Sitz in Gotha betroffen. Dies sei bei einem Termin den Bundestagsabgeordneten der Bündnis/Grünen, im bisher zuständigen Bundesfamilienministerium den Parlamentariern durch Staatssekretär Kues (CDU) mitgeteilt worden.

"So kurz vor der Landtagswahl in Mecklenburg- Vorpommern, den Strukturprojekten das Aus zu verkünden, kommt einem Einknicken vor der NPD gleich", kommentiert Mobit-Vorstandsmitglied Steffen Lemme die Nachricht. "Auch die Thüringer Landesregierung hat bisher nicht auf die Kooperationsangebote des Mobilen Beratungsteams reagiert", so Lemme weiter. "Im Juni hat das Mobit Team der Landestelle Gewaltprävention des Sozialministeriums mögliche Arbeitsvorhaben vorgeschlagen, bisher ohne Resonanz. Anscheinend hat die Landesregierung vor, das Problem weiter auszusitzen", so Steffen Lemme.