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"Mein Kind ist doch kein Nazi!?", unter diesem Titel
gibt die Mobile Beratung in Thüringen - Für Demokratie gegen Rechtsextremismus
(MOBIT) eine Ratgeber für Eltern heraus, deren Kinder in die rechtsextreme
Szene geraten sind. Neben dieser Broschüre hat
MOBIT jetzt eine erste Fortbildungsreihe für Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen
von Familien- und Erziehungsberatungsstellen, sowie SozialpädagogInnen aus
der Jugendarbeit abgeschlossen, die sich mit der Spezifik rechtsextremer Jugendkultur,
pädagogischen Handlungsmöglichkeiten und möglichen Ausstiegswegen
aus der Szene beschäftigte. Viele Eltern, denen die rechtsextreme Orientierung
ihrer Kinder nicht egal ist, sind dringend auf Hilfe von außen angewiesen,
geht es doch vor allem darum, den Kontakt zu den Kindern zu halten und gleichzeitig
deutlich inhaltlich Stellung zu beziehen. Dieser schwierige Balanceakt verlangt
den betroffenen Eltern einiges ab und oftmals fühlen sie sich mit der Situation
überfordert und alleingelassen. "Betroffene Eltern dürfen mit diesem
Problem nicht alleine gelassen werden, sondern sie sind auf eine professionelle
Unterstützung von außen angewiesen" meint Veronika Plicht, die
bei MOBIT für das Projekt verantwortlich ist. "Ein solches Projekt bedarf
der Unterstützung aller, denen die besorgniserregende Entwicklung der Einstellungen
zur Demokratie, wie sie im jüngsten Thüringen-Monitor dokumentiert wird,
nicht egal ist." Mit den von MOBIT durchgeführten
Fortbildungen kann jetzt ein Angebot für betroffene Eltern in zahlreichen
Regionen Thüringens aufgebaut werden. Konkrete Informationen zum Thema und
die Vermittlung von Beratungsstellen können über MOBIT erfragt werden. |