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Mobile Beratung in Thüringen Für Demokratie – Gegen Rechtsextremismus
Brühl 23
99867 Gotha
Fon: 03621– 22 86 96
Fax: 03621– 22 86 98

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mitteilungen - artikel
Beratung für Eltern rechtsextremer Jugendlicher
02.12.2005
 

"Mein Kind ist doch kein Nazi!?", unter diesem Titel gibt die Mobile Beratung in Thüringen - Für Demokratie gegen Rechtsextremismus (MOBIT) eine Ratgeber für Eltern heraus, deren Kinder in die rechtsextreme Szene geraten sind.

Neben dieser Broschüre hat MOBIT jetzt eine erste Fortbildungsreihe für Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von Familien- und Erziehungsberatungsstellen, sowie SozialpädagogInnen aus der Jugendarbeit abgeschlossen, die sich mit der Spezifik rechtsextremer Jugendkultur, pädagogischen Handlungsmöglichkeiten und möglichen Ausstiegswegen aus der Szene beschäftigte. Viele Eltern, denen die rechtsextreme Orientierung ihrer Kinder nicht egal ist, sind dringend auf Hilfe von außen angewiesen, geht es doch vor allem darum, den Kontakt zu den Kindern zu halten und gleichzeitig deutlich inhaltlich Stellung zu beziehen. Dieser schwierige Balanceakt verlangt den betroffenen Eltern einiges ab und oftmals fühlen sie sich mit der Situation überfordert und alleingelassen. "Betroffene Eltern dürfen mit diesem Problem nicht alleine gelassen werden, sondern sie sind auf eine professionelle Unterstützung von außen angewiesen" meint Veronika Plicht, die bei MOBIT für das Projekt verantwortlich ist. "Ein solches Projekt bedarf der Unterstützung aller, denen die besorgniserregende Entwicklung der Einstellungen zur Demokratie, wie sie im jüngsten Thüringen-Monitor dokumentiert wird, nicht egal ist."

Mit den von MOBIT durchgeführten Fortbildungen kann jetzt ein Angebot für betroffene Eltern in zahlreichen Regionen Thüringens aufgebaut werden. Konkrete Informationen zum Thema und die Vermittlung von Beratungsstellen können über MOBIT erfragt werden.