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Gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und das Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit im Rahmen des Bundesprogramms “TOLERANZ FÖRDERN - KOMPETENZ STÄRKEN“.
mitteilungen - artikel
Neue Immobilie durch Rechtsextreme gekauft?
27.09.2011

Mit Sorge nimmt die Mobile Beratung in Thüringen (MOBIT) eine Meldung des Vlothoer Anzeigers zur Kenntnis, in der von einem neuerlichen Immobilienerwerb in Thüringen die Rede ist. Die Zeitung berichtet von einer Einladung des Seevetaler Vereins „Gedächtnisstätte“, in welcher der „Herrensitz auf dem ehemaligen Rittergut Guthmannshausen“ als neuer Vereinssitz bezeichnet wird.
Der Verein „Gedächtnisstätte“ bezeichnet es auf seiner Internetseite die Vertreibungen Deutscher in Folge des zweiten Weltkriegs als größtes „Vertreibungsverbrechen der Weltgeschichte. Als Vereinsziel wird ein Denkmal ausschließlich für deutsche Opfer des zweiten Weltkrieges gefordert. Dies bedeutet eine deutliche Relativierung von NS-Verbrechen.
An dem Vortragswochenende am 17.-18.09.2011, zu der eingeladen worden war, nahm auch Ursula Haverbeck-Wetzel teil. Frau Haverbeck-Wetzel begleitete in der Zeit des Nationalsozialismus NSDAP-Parteiämter, hat sich nie von der NS-Ideologie distanziert und war bzw. ist Mitglied verschiedener rechtsextremer Vereinigungen. So zum Beispiel das am 07.05.2008 verbotene „Collegium Humanum“. Dieses führte Mitte der 2000er Jahre mehrere Veranstaltungen in Mosbach im Wartburgkreis durch. Sie ist eine verurteilte Holocaust-Leugnerin und verkehrt in den nazistischen Kreisen in denen sich auch bekannte Leugner des Mordes an den europäischen Juden wie Horst Mahler und Ernst Zündel bewegen.
„Ich hoffe, dass sich noch eine Möglichkeit zur Rückabwicklung oder Annullierung des Kaufvertrages finden lässt. Thüringen verfügt bereits über ein Netz von Immobilien, die Rechtsextremen gehören oder von ihnen genutzt werden. Eine Tagungsstätte in Guthmannshausen würde das Angebot im Bereich der Ideologisierung und somit die rechtsextreme Infrastruktur und Verankerung weiter ausbauen.“ so Fabian Wagner.