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Am kommenden Samstag möchte das Bündnis
"Kirchheim gegen Rechtsextremismus" unter dem Motto "Kirchheim
ist bunt" ein Fest für Demokratie, Vielfalt und Toleranz
in seinem Dorf feiern. Ab 14 Uhr sind, von verschiedenen Musikdarbietungen
und Informationsständen umrahmt, einige Reden und eine Podiumsgespräch
sowie viel Raum für Gedankenaustausch geplant.
Nach nunmehr zwei Jahren gehäuft stattfindender Neonazi-Konzerte,
NPDLandesparteitagen oder NS-verherrlichenden "Treffen der
Generationen", die das Kirchheimer Bündnis immer wieder
zu zivilgesellschaftlichem Widerstand auf die Straße nötigte,
soll nun deutlich werden, dass demokratisches Engagement auch Freude
machen kann. Gänzlich ohne Anlass von rechtsextremer Seite
möchte das Bündnis fröhlich auf zwei Jahre verschiedener
Aktivitäten zurückblicken, sich mit Anderen austauschen
und weiter vernetzen. Eingeladen sind dazu auch die Aktiven der
anderen thüringischen Bündnisse, mit denen oft gemeinsam
Gesicht gegen die rechtsextremen Veranstaltungen in der Erlebnisscheune
gezeigt wurde.
Im Rahmen des Podiums stellen Vertreterinnen und Vertreter von Politik,
Polizei und Zivilgesellschaft verschiedene Blickwinkel auf die Geschehnisse
in Kirchheim dar. Darüber hinaus soll die Runde auch Fragen
der Einwohnerinnen und Einwohner Kirchheims beantworten und von
den speziellen dörflichen Problemen mit einem stark frequentierten
Neonazi-Veranstaltungsort erfahren.
Neben weiteren Informationen zum Thema Rechtsextremismus gehören
auch Kunst und spezifische Angebote für Kinder zum Programm.
"Ich freue mich über die zivilgesellschaftliche, menschenrechtsorientierte
Aktivität in Kirchheim" kommentiert Stefan Heerdegen,
Berater bei MOBIT. "Schon die Existenz eines Bürgerbündnisses
in einem Dorf ist in Thüringen etwas Besonderes. Dass dieses
Bündnis nun für sich die Kraft gefunden hat, vom reinen
Reagieren auf Rechtsextreme zum Agieren für Demokratie, Vielfalt
und Toleranz zu kommen, ist derzeit ein Alleinstellungsmerkmal im
ländlichen Raum."
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