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Die Mobile Beratung in Thüringen hat ihre Chronik
für das vergangene Jahr vervollständigt. Insgesamt 412
rechtsextreme Aktivitäten zählte Mobit in 2009 in Thüringen
(348 in 2008). Seit Beginn der Chronik im Jahr 2005 ist dies ein
neuer besorgniserregender Höchststand.
"Nicht nur aufgrund der Wahlkämpfe ist die Zahl derart
gestiegen", kommentiert Uwe Schubert von Mobit die Statistik,
"auch die Anzahl rechtsextremer Musikveranstaltungen (eine
weitere PM zum Thema Rechtsrock in Thüringen folgt) ist stark
gestiegen. Insgesamt scheint die extreme Rechte trotz etlicher interner
Querelen und finanzieller Probleme handlungsfähig". Schubert
verweist in diesem Zusammenhang auf die Etablierung eines neuen
Szenetreffs im Ilmkreis.
Der Vorsitzende von Mobit e.V. Steffen-Claudio Lemme appelliert
noch einmal an die Landesregierung in den Bemühungen für
ein neues NPD-Verbot nicht nachzulassen: "In der Frage des
Verbotes der rechtsextremen Partei hat der neue Innenminister Huber
meine volle Unterstützung. Die Äußerungen des FDP-Abgeordneten
Kurth in dieser Frage zeugen allerdings von schlichter Nichtinformiertheit",
so Lemme."
Zur Debatte um ein Landesprogramm merkt Steffen-Claudio Lemme weiter
an: "Es geht um die Auseinandersetzung zwischen Demokaten und
Antidemokraten. Der Rechtsextremismus ist die entscheidende Gefahr
und wir brauchen in Thüringen das in der Koalitionsvereinbarung
beschlossene Landesprogramm gegen Rechtsextremismus. Alles andere
ist abwegig", so Lemme weiter.
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