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Auf den ersten Blick sind die Wahlergebnisse ermutigend.
Sowohl bei der Kommunal-, als auch bei der Landtags- und erst recht
bei der Bundestagswahl am vergangenen Wochenende sind die Rechtsextremen
deutlich unter ihren Erwartungen geblieben. Innerhalb der Neonaziszene
wird das Scheitern bei der Landtagswahl in Thüringen den existierenden
Konflikten und Widersprüchen weiter Bedeutung zukommen lassen.
Dem Vorhaben des parteipolitisch orientierten Rechtsextremismus,
sich über die Thüringer Wahl weiter parlamentarisch zu
etablieren, ist vorerst ein Riegel vorgeschoben. Dass die NPD am
Ende den Landtag nicht erreicht hat, ist ein Erfolg der vielen,
zum großen Teil ehrenamtlich Engagierten, die sich praktisch
täglich in diesem Jahr den Rechtsextremen entgegengestellt
haben. Von Altenburg bis nach Eisenach gibt es in jeder Region Bürgerbündnisse
gegen Rechtsextremismus und engagierte Einzelpersonen, die in den
letzten Monaten die Hauptlast der Auseinandersetzung mit der NPD
getragen haben.
Wir begrüßen die Resolution
des Thüringer Landtages vom vergangenen Dienstag kommentiert
Mobit Berater Uwe Schubert. Erstmalig hat auch die Thüringer
CDU sich zu einer eindeutigen Positionierung gegen Rechtsextremismus
entschließen können. Wir freuen uns auch über die
Ankündigung eines Landesprogramms gegen Rechtsextremismus.
Damit erhält die Thüringer Zivilgesellschaft die über
viele Jahre vermisste Unterstützung des Landes. Diese braucht
die Unterstützung des Staates für die anstehenden Aufgaben
der nächsten Jahre.
Immerhin hat es die NPD geschafft 26 kommunale Mandate zu erringen,
so Schubert weiter, sie wird also versuchen, ihre Graswurzelstrategie
in den Kommunen weiter fortzuführen und gleichzeitig nicht
auf ihre menschenverachtende Ideologie verzichten.
Aus Sicht der Mobilen Beratung sollte nun wieder dieser letztgenannte
Aspekt des Rechtsextremismus in den Vordergrund gerückt werden.
Dazu Uwe Schubert von Mobit: Wir haben eine konstant hohe
Zahl von rechtsextremen Gewalt- und Straftaten in Thüringen,
es existiert nach wie vor eine virulente Rechtsrockszene mit Ausstrahlung
weit über die Landesgrenzen hinaus und vor allem in ländlichen
Regionen ist eine rechtsextreme Jugend und Alltagskultur auf dem
Weg hegemonial zu werden. Das sind die anstehenden Aufgaben, zu
deren Bewältigung die Zivilgesellschaft die Unterstützung
staatlichen Handelns benötigt.
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