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müssen die Ergebnisse von Rechtsextremen bei der Thüringer
Kommunalwahl betrachtet werden. Auf der Ebene der Kreise und Kreisfreien
Städte erreichten diese zwischen 2,1 % (Hildburghausen) und 5,2%
(Eisenach). In nur wenigen anderen Städten trat die NPD zur Wahl
an. In der Stadt Lauscha erreichte diese allerdings 10,8%. Das ursprüngliche
Ziel in Thüringen flächendeckend anzutreten, musste die
NPD schon vor einiger Zeit aufgeben. Die Partei nahm in nur sieben
Landkreisen, vier kreisfreien Städten und drei Kreisstädten
an der Wahl teil.
Uwe Schubert von "Mobit e.V." kommentiert:
"Das Ergebnis der Kommunalwahl sollte differenziert betrachtet
werden. 21 Mandate für die NPD und zwei für die DVU in
verschiedenen Thüringer Städten und Kreistagen sind besorgniserregend.
Der erhoffte landesweite Durchbruch ist der Thüringer NPD aber
verwehrt geblieben. Dies ist auch ein Erfolg der vielen Menschen
aus der Thüringer Zivilgesellschaft, die sich in den letzten
Wochen gegen Rechtsextremismus engagiert haben." Um eine Prognose
für die Landtagswahl abzugeben ist es aber nach Meinung von
Uwe Schubert noch zu früh: "Abzuwarten bleibt, ob die
Rechtsextremen von der wirtschaftlichen Krise des Landes profitieren
können."
Entscheidend für die mobile Beratung bleibt
die Stärkung der zivilgesellschaftlichen Kräfte im Bundesland.
Diese stehen vor neuen Herausforderungen: Insgesamt 3 größere
Rechtsrockevents stehen in Thüringen auf der Agenda. Nach Arnstadt
am kommenden Wochenende (Tag der nationalen Jugend), folgt das schon
traditionelle NPD Konzert in Gera im Juli. Im September findet dann
das sog. "Fest der Völker" in Pößneck
statt, ein rechtsextremes Musikspektakel von internationaler Bedeutung.
Auch Stefan Heerdegen von Mobit sieht hier wichtige
Aufgaben in den nächsten Monaten: "Die Wahlauseinandersetzungen
werden im Spätsommer beendet sein. Die Bekämpfung der
rechtsextremen Alltagskultur, die unter anderem in der Thüringer
Musikszene deutlich wird, bleibt Tagesaufgabe."
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