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Zu den Akteuren der heute durch Bundesinnenminister
Schäuble verbotenen Heimattreuen Deutschen Jugend (HDJ) gehören
auch Funktionäre der Thüringer NPD.
Im vergangenen Herbst versammelten sich im Schatten der Wartburg
in der Nähe von Eisenach Thüringer Aktivisten dieser Gruppierung,
die dem völkischen Flügel des Rechtsextremismus angehört.
Die HDJ gilt als Nachfolgeorganisation der bereits 1994verbotenen
Wiking Jugend und lässt hinsichtlich des Auftretens Ähnlichkeiten
zur Hitlerjugend erkennen. Als bundesweit organisierter Jugendverband
verbreitet die HDJ rassistisches und nationalsozialistisches Gedankengut.
Im Rahmen scheinbar unpolitischer Freizeitveranstaltungen wird das
am Nationalsozialismus orientierte Weltbild der HDJ Kindern und
Jugendlichen vermittelt. In speziellen Schulungen werden bereits
Kinder im Grundschulalter gezielt in "Rassenkunde" unterrichtet.
Sie werden dazu angehalten, für die "Blutreinheit"
und das "Fortbestehen des
deutschen Volkes" einzutreten. "Ausländer" und
"Juden" werden als Bedrohung für "das deutsche
Volk" dargestellt.
Eine wichtige Akteurin dieser Gruppierung in Thüringen ist
Frau Silvia Kirchner, geschiedene Berisha, die Mitglied in der NPD
ist und ehemals im NPD Kreisvorstand im Wartburgkreis tätig
war. Ein weiterer NPD Funktionär, der an der obigen Aktivität
der HDJ in Thüringen teilnahm ist Danny Pfotenhauer, zur Zeit
Mitglied im gleichen Gremium. Pfotenhauer kandidiert nun auch für
den Eisenacher Stadtrat auf der Liste der NPD.
Stefan Heerdegen von der Mobilen Beratung betont die Wichtigkeit
dieser Organisation für Selbstverständnis und Ideologiebildung
der NPD.
"Neben dem vermeintlich seriösen Image, wenn bspw. kommunale
politische Themen aufgegriffen werden ," so Heerdegen, "gehört
auch das klassische Auftreten im Stil der Nationalsozialisten zum
heutigen Bild der NPD".
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