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mitteilungen - artikel
HDJ Verbot schwächt auch die NPD
"Heimattreue Deutsche Jugend" war auch in Thüringen aktiv
31.03.200

Zu den Akteuren der heute durch Bundesinnenminister Schäuble verbotenen Heimattreuen Deutschen Jugend (HDJ) gehören auch Funktionäre der Thüringer NPD.
Im vergangenen Herbst versammelten sich im Schatten der Wartburg in der Nähe von Eisenach Thüringer Aktivisten dieser Gruppierung, die dem völkischen Flügel des Rechtsextremismus angehört. Die HDJ gilt als Nachfolgeorganisation der bereits 1994verbotenen Wiking Jugend und lässt hinsichtlich des Auftretens Ähnlichkeiten zur Hitlerjugend erkennen. Als bundesweit organisierter Jugendverband verbreitet die HDJ rassistisches und nationalsozialistisches Gedankengut. Im Rahmen scheinbar unpolitischer Freizeitveranstaltungen wird das am Nationalsozialismus orientierte Weltbild der HDJ Kindern und Jugendlichen vermittelt. In speziellen Schulungen werden bereits Kinder im Grundschulalter gezielt in "Rassenkunde" unterrichtet. Sie werden dazu angehalten, für die "Blutreinheit" und das "Fortbestehen des
deutschen Volkes" einzutreten. "Ausländer" und "Juden" werden als Bedrohung für "das deutsche Volk" dargestellt.
Eine wichtige Akteurin dieser Gruppierung in Thüringen ist Frau Silvia Kirchner, geschiedene Berisha, die Mitglied in der NPD ist und ehemals im NPD Kreisvorstand im Wartburgkreis tätig war. Ein weiterer NPD Funktionär, der an der obigen Aktivität der HDJ in Thüringen teilnahm ist Danny Pfotenhauer, zur Zeit Mitglied im gleichen Gremium. Pfotenhauer kandidiert nun auch für den Eisenacher Stadtrat auf der Liste der NPD.
Stefan Heerdegen von der Mobilen Beratung betont die Wichtigkeit dieser Organisation für Selbstverständnis und Ideologiebildung der NPD.
"Neben dem vermeintlich seriösen Image, wenn bspw. kommunale politische Themen aufgegriffen werden ," so Heerdegen, "gehört auch das klassische Auftreten im Stil der Nationalsozialisten zum heutigen Bild der NPD".