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mitteilungen - artikel
Mobit Chef Lemme von Rechtsextremisten angegriffen
Zivilgesellschaft erwartet Unterstützung
11.08.2009

Der Thüringer DGB Vorsitzende Steffen Lemme, der auch Vorsitzender von Mobit e.V. ist, ist gestern in Sömmerda von Rechtsextremisten angegriffen worden. Steffen Lemme hatte an einer Gegendemonstration zu einer NPD-Wahlveranstaltung teilgenommen. Als er vom Infostand der NPD Werbematerial nahm, wurde er von drei Neonazis, die den Stand betreuten, umringt, bedroht und tätlich angegriffen. Das Material wurde ihm wieder abgenommen. Beteiligt waren offenbar auch Dominik Weinlich, langjähriger rechtsextremer Aktivist und zurzeit Mitglied im Kreisvorstand der NPD Erfurt/Sömmerda und André Kapke, Bewohner des sog. "Braunen Hauses" in Jena-Lobeda.
Steffen Lemme erstattete nach dem Vorfall Anzeige bei der örtlichen Polizei.
Bereits im Februar dieses Jahres kam es zu gewalttätigen Angriffen von Neonazis auf Gewerkschafter und zivilgesellschaftlich engagierte Bürger auf einer Thüringer Autobahnraststätte. Die Angegriffenen waren auf dem Nachhauseweg von einer Demonstration gegen Rechtsextremismus in Dresden.
Steffen Lemme ist einer der wichtigsten Unterstützer, den die Thüringer Zivilgesellschaft in ihrer Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus hat. Dass der Angriff von gestern sich nun gegen Steffen Lemme selbst richtete, ist für Uwe Schubert, Koordinator der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus kein Zufall:
"Das bürgerschaftlich Engagierte in Thüringen bedroht, beleidigt und verletzt werden, geschieht häufiger. Die Tatsache, dass Steffen Lemme sich gegen Rechtsextremismus und für die Opfer von rechter Gewalt engagiert, ist den Kadern der NPD natürlich bekannt. Jetzt haben diese offenbar die Gelegenheit genutzt, um Rache zu üben.
Gleich um wen es sich handelt", so Schubert weiter "Bürgerinnen und Bürger, die in Thüringen sich gegen Rechtsextremismus engagieren, erwarten Solidarität und Unterstützung, insbesondere von den politischen und staatlichen Verantwortungsträgern.