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Der Thüringer DGB Vorsitzende Steffen Lemme,
der auch Vorsitzender von Mobit e.V. ist, ist gestern in Sömmerda
von Rechtsextremisten angegriffen worden. Steffen Lemme hatte an
einer Gegendemonstration zu einer NPD-Wahlveranstaltung teilgenommen.
Als er vom Infostand der NPD Werbematerial nahm, wurde er von drei
Neonazis, die den Stand betreuten, umringt, bedroht und tätlich
angegriffen. Das Material wurde ihm wieder abgenommen. Beteiligt
waren offenbar auch Dominik Weinlich, langjähriger rechtsextremer
Aktivist und zurzeit Mitglied im Kreisvorstand der NPD Erfurt/Sömmerda
und André Kapke, Bewohner des sog. "Braunen Hauses"
in Jena-Lobeda.
Steffen Lemme erstattete nach dem Vorfall Anzeige bei der örtlichen
Polizei.
Bereits im Februar dieses Jahres kam es zu gewalttätigen Angriffen
von Neonazis auf Gewerkschafter und zivilgesellschaftlich engagierte
Bürger auf einer Thüringer Autobahnraststätte. Die
Angegriffenen waren auf dem Nachhauseweg von einer Demonstration
gegen Rechtsextremismus in Dresden.
Steffen Lemme ist einer der wichtigsten Unterstützer, den die
Thüringer Zivilgesellschaft in ihrer Auseinandersetzung mit
dem Rechtsextremismus hat. Dass der Angriff von gestern sich nun
gegen Steffen Lemme selbst richtete, ist für Uwe Schubert,
Koordinator der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus kein Zufall:
"Das bürgerschaftlich Engagierte in Thüringen bedroht,
beleidigt und verletzt werden, geschieht häufiger. Die Tatsache,
dass Steffen Lemme sich gegen Rechtsextremismus und für die
Opfer von rechter Gewalt engagiert, ist den Kadern der NPD natürlich
bekannt. Jetzt haben diese offenbar die Gelegenheit genutzt, um
Rache zu üben.
Gleich um wen es sich handelt", so Schubert weiter "Bürgerinnen
und Bürger, die in Thüringen sich gegen Rechtsextremismus
engagieren, erwarten Solidarität und Unterstützung, insbesondere
von den politischen und staatlichen Verantwortungsträgern.
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