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mitteilungen - artikel
Mobit: Zahl der rechtsextremen Aktivitäten in 2007 fast verdoppelt
Die mobile Beratung in Thüringen hat ihre Chronik über rechtsextreme Aktivitäten 2007 vervollständigt und zeigt sich angesichts der Ergebnisse besorgt.
14.01.2008

Uwe Schubert vom Mobilen Beratungsteam erklärt hierzu: "Die Zahlen des gerade vergangenen Jahres sprechen eine eindeutige Sprache. Während die Anzahl rechtsextremer Gewalttaten und die der rechtsextremen Musikveranstaltungen auf dem Niveau des Vorjahres bleibt, hat sich die Gesamtzahl der Aktivitäten des organisierten Rechtsextremismus nahezu verdoppelt. Dies erklärt sich mit dem bereits im vergangenen Jahr zu beobachtetem Versuch der Neonazis, sich ein Biedermann-Image zu geben. Auf spektakuläre Provokationen und Gewaltaktionen wird lieber verzichtet, man stilisiert sich mittlerweile sogar selbst, wie unlängst mehrfach in Erfurt, zum Opfer. Um bis zur Landtagswahl 2009 breiteren Schichten der Bevölkerung als wählbar zu erscheinen, werden neue, für Rechtsextreme völlig unbekannte Politikbereiche besetzt. Unterschiedliche Themen der Landes- und Kommunalpolitik kommen vor oder auch grundsätzlichere wie Hartz 4 oder Auslandseinsätze der Bundeswehr."
"Es ist wichtig, dass weiterhin beachtet wird, dass die NPD rechtsextrem ist, sie in der Kontinuität der NSDAP und des deutschen Nationalsozialismus steht. Alle Versuche den "Wolf im Schafspelz" zu geben, müssen zurückgewiesen werden", so Schubert weiter. "Den Schafspelz verlässt der Wolf manchmal allerdings von selber, z.B. bei rechtsextremen Großevents wie dem "Fest der Völker" im September in Jena. Bei diesen Anlässen wird der wahre Charakter der NPD wieder deutlich."
An dieser Stelle verweisen wir noch einmal auf unsere Pressemitteilung zum Landesparteitag der NPD im Dezember des vergangenen Jahres.

Die Zahl der rechtsextremen Aktivitäten in Thüringen ist von 175 im Jahr 2006 auf 327
im Jahr 2007 gestiegen. Alle Details finden Sie hier.