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Am gestrigen 1. Mai 2007 zeigten mehrere tausend Menschen Gesicht
sowohl gegen Sozialabbau, als auch gegen die Vereinnahmung des 1. Mai als Tag
der "deutschen" Arbeit durch Rechtsextreme. Allein zur Demonstration
gegen den Aufmarsch von NPD und Freien Kräften fanden sich nach Polizeiangaben
etwa 2500 Menschen in Erfurt, Thüringen ein. "Schön,
dass so viele den Feiertag genutzt haben den Rechten zu zeigen, dass die Straßen
Erfurts nicht ihnen gehören!" bewertet Katja Fiebiger von der Mobilen
Beratung in Thüringen (MOBIT) den gestrigen Tag als einen Erfolg. "Zwar
ließen sich auch einige wenige Nazi-Gegner zu nicht gewaltfreien Aktivitäten
hinreißen" resümiert sie, "aber der weitaus größte
Teil der Engagierten blieb friedlich." Auch die Polizei sprach bei ihrem
Pressegespräch am heutigen Vormittag von "Splittergruppen", welche
sich an Barrikadenbau und dem Anzünden von Mülltonnen beteiligt hatten.
An den gewaltfreien (Sitz-)Blockaden der Route der Neonazidemonstration hatten
sich auch viele Bürger Erfurts beteiligt. Dadurch konnten die 1360 Rechtsextremen
ihren geplanten Weg durch den Erfurter Südwesten nicht antreten. Als dem
Versammlungsleiter Patrick Wieschke (Landesgeschäftsführer der NPD)
mitgeteilt wurde, dass die Neonazis nun nur noch eine Kundgebung abhalten könnten,
rief er über Mikrofon die Versammlungsteilnehmer auf, dies nicht zu akzeptieren.
In Folge dessen versuchten die Rechtsextremen einen gewaltsamen Durchbruch durch
die Polizeiabsperrungen, sie bewarfen die Polizeikräfte mit ihren Transparenten
und Pflastersteinen. Dabei wurden mehrere Sicherheitskräfte verletzt. So
entlarvte sich deutlich, dass die NPD-Gefolgschaft allen Versuchen zum Trotz,
sich als Biedermänner und wählbare Alternative zu präsentieren,
dennoch eine gewaltbereite Szene darstellt. "Die
NPD hat weder echte Antworten auf Fragen zu Sozialabbau und Globalisierung, noch
können ihre Funktionäre und Mitglieder sich an Recht und Gesetz halten,
wenn diese ihnen nicht zum Vorteil gereichen", so Steffen Lemme DGB Chef
in Thüringen und stellvertretender Vorsitzender von MOBIT e. V. |