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Nachdem sich die Mobile Beratung in Thüringen (MOBIT) in
ihrer gestrigen Pressemitteilung zu den "Angsträumen" für
Nicht-Deutsche, Menschen mit Migrationshintergrund, Asylbewerber und alternativ
gekleidete Jugendliche in Thüringen äusserte, müssen wir heute
mit Entsetzen der Presse entnehmen, dass es in Weimar wieder einen rassistischen
Übergriff gegeben hat. Matthias Müller von
der Mobilen Beratung in Thüringen (MOBIT) äussert sich wie folgt dazu:
"Der rassistische Übergriff macht deutlich,
dass es in Thüringen für potentielle Opfer rechtsextremer Gewalt sogenannte
"Angsträume" gibt. Unter diesen potentiellen Opfergruppen herrscht
ein Klima der Angst. Menschen mit anderer Hautfarbe oder alternativ gekleidete
Jugendliche fühlen sich vermehrt im Alltag gefährdet. Das müssen
wir in unserer Beratungsarbeit immer wieder erfahren." Außerdem
musste MOBIT heute ebenfalls erfahren, dass am gestrigen Feiertag in Zella-Mehlis
vier junge Menschen im Alter zwischen 20 und 26 Jahren Opfer eines rechtsextremen
Überfalls geworden sind. Ein Opfer musste sich im Krankenhaus behandeln lassen.
Ihr alternatives Aussehen war Grund genug für die rechtsextremen Täter
zuzuschlagen. Einige, der bis zu 20 Personen zählende Gruppe der Rechtsextremen,
sind den betroffenen jungen Menschen teilweise namentlich bekannt. Aus Angst vor
weiteren Übergriffen wollen sie jedoch keine Anzeige bei der Polizei aufgeben. |