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Gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und das Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit im Rahmen des Bundesprogramms “TOLERANZ FÖRDERN - KOMPETENZ STÄRKEN“.
mitteilungen - artikel
Rassistische Übergriffe in Thüringen: Es kann jederzeit und überall passieren
26.05.2006
 

Nachdem sich die Mobile Beratung in Thüringen (MOBIT) in ihrer gestrigen Pressemitteilung zu den "Angsträumen" für Nicht-Deutsche, Menschen mit Migrationshintergrund, Asylbewerber und alternativ gekleidete Jugendliche in Thüringen äusserte, müssen wir heute mit Entsetzen der Presse entnehmen, dass es in Weimar wieder einen rassistischen Übergriff gegeben hat.

Matthias Müller von der Mobilen Beratung in Thüringen (MOBIT) äussert sich wie folgt dazu:

"Der rassistische Übergriff macht deutlich, dass es in Thüringen für potentielle Opfer rechtsextremer Gewalt sogenannte "Angsträume" gibt. Unter diesen potentiellen Opfergruppen herrscht ein Klima der Angst. Menschen mit anderer Hautfarbe oder alternativ gekleidete Jugendliche fühlen sich vermehrt im Alltag gefährdet. Das müssen wir in unserer Beratungsarbeit immer wieder erfahren."

Außerdem musste MOBIT heute ebenfalls erfahren, dass am gestrigen Feiertag in Zella-Mehlis vier junge Menschen im Alter zwischen 20 und 26 Jahren Opfer eines rechtsextremen Überfalls geworden sind. Ein Opfer musste sich im Krankenhaus behandeln lassen. Ihr alternatives Aussehen war Grund genug für die rechtsextremen Täter zuzuschlagen. Einige, der bis zu 20 Personen zählende Gruppe der Rechtsextremen, sind den betroffenen jungen Menschen teilweise namentlich bekannt. Aus Angst vor weiteren Übergriffen wollen sie jedoch keine Anzeige bei der Polizei aufgeben.