npd-blog vom 13.05.2010
NPD schrumpft auch in Thüringen
Die NPD verliert
in Thüringen weiterhin an Unterstützung. Das geht nach Informationen
der Thüringischen Landeszeitung aus dem Verfassungsschutzbericht hervor,
den Innenminister Peter Huber (CDU) in der kommenden Woche offiziell vorstellen
will. Demnach ist die Mitgliederzahl der NPD auch in Thüringen gesunken.
Nach einer umfangreichen Werbeaktion 2007 war die Zahl auf 550 angewachsen,
doch 2008 schrumpfte sie auf 480 Mitglieder in dem Bundesland. Ein Trend, der
sich der TLZ zufolge 2009 weiter fortgesetzt hat. Nach einer Reihe von Wahlniederlagen
sei die NPD sowohl finanziell als auch personell auf der Führungsebene
geschwächt, heißt es weiter.
Die Gefahr von Rechts sei allerdings ungebrochen, sagte der SPD-Bundestagsabgeordnete
Steffen-Enrico Lemme als Vorsitzender der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus
(Mobit) der TLZ. Er sagte im TLZ-Gespräch, im Superwahljahr 2009 sei es
aus Sicht der Rechtsextremen offenbar angebracht gewesen, als vermeintliche
Biedermänner aufzutreten. So hofften sie auf zunehmende Unterstützung
aus der Mitte der Gesellschaft, was teilweise gelungen sei. Gewaltdelikte aus
dem rechtsradikalen Spektrum waren im vergangenen Jahr von 65 im Vorjahr auf
42 gesunken.
Auch auf Bundesebene verlor die NPD im vergangenen Jahr Mitglieder. Die Zahl
sank auf etwa 6800. Die DVU hat nur noch etwa 4500 Mitglieder, möglicherweise
sogar noch weniger.