npd-blog vom 26.03.2010
Rassistische Hetze: Geldstrafe für NPD-Funktionär Wieschke
Der NPD-Multifunktionär Patrick Wieschke ist einem Bericht des blick nach rechts zufolge vom Amtsgericht Eisenach wegen Beleidigung zu einer Geldstrafe in Höhe von 1800 Euro verurteilt worden. Wieschke, stellvertretender NPD-Landesvorsitzender in Thüringens sowie Landessprecher und Landesgeschäftsführer, hatte demnach am 11. August 2009 eine Pressemitteilung verbreitet, in welcher das in Angola geborene Mitglied der Thüringer CDU, Zeca Schall, als "Quotenneger" diffamiert wurde, der die "multikulturellen Zukunftsvorstellungen" der Regierungspartei für den Freistaat verkörpern solle.
Die NPD rief zu einem persönlichen Gespräch mit dem "Quotenneger" auf.
Wieschke schrieb
damals laut bnr weiter: "Wir haben unsere Kreisverbände gezielt angewiesen,
neben die Negerplakate der CDU unsere Plakate mit dem Motiv 'Gute Heimreise'
zu hängen, damit deutlich wird, wer in unserem Land wirklich Heimat- und
Familienpartei ist." Ausländische Bürger wurden von Wieschke,
der den Angaben zufolge auch einer von zwei NPD-Stadträten in Eisenach
ist, auf einer Stadtratssitzung jüngst als "Zivilokkupanten"
beschimpft, berichtete die "Thüringer Allgemeine". Wieschke ist
den Angaben zufolge mehrfach wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt.
Seit dem 1. Dezember 2009 ist Wieschke dem bnr zufolge einer von zwei vertretungsberechtigten
Geschäftsführern der NPD-nahen Deutsche Stimme Verlags GmbH im sächsischen
Riesa.
Nicht mehr unter Personenschutz
Der Tagesspiegel
hatte ein halbes Jahr nach den öffentlichen Drohungen der NPD noch einmal
mit dem CDU-Politiker Schall gesprochen. Er berichtete dabei, er stehe nun nicht
mehr unter Personenschutz und es gebe auch keine Drohungen mehr. Allerdings
sei er noch öfter bedroht worden. "Kurz nach der Geschichte mit der
NPD kam es noch zu anonymen Drohanrufen", so Schall, "einige der Anrufer
konnten inzwischen von der Polizei ermittelt werden. Sie gehörten wohl
auch zur NPD." Er sei "sehr froh, dass diese Zeit vorbei ist. Derzeit
fühle ich mich sicher."
Schall bewertete das Jahr 2009 trotz der rassistischen Drohungen gegen sich
als positiv. Im neuen Jahr müsste nun ein NPD-Verbot angepackt werden.
Es sei "schwierig geworden", mit der NPD als eine zugelassene Partei
umzugehen, so Schall. Dazu komme: "Wir finanzieren diese Partei mit unseren
Steuergeldern. Das kann nicht sein. Wir - Sie und ich - zahlen denen noch Geld,
damit sie uns dann auf der Straße verprügeln können."