npd-blog.info vom 13.03.08
DVU hält an Wahlantritt fest
Wie im "Deutschlandpakt"
zwischen NPD und DVU festgeschrieben, will die Partei des rechtsextremen Verlegers
Gerhard Frey bei der Landtagswahl 2009 in Thüringen antreten. Auf einem
Landesparteitag der sächsischen und thüringischen DVU wurde dies nach
Parteiangaben beschlossen. Zu den Wahlen der Landesvorstände heißt
es: "In geheimen Wahlen entschieden sich die Mitglieder für Vorstandsgremien,
die aus bewährten Führungskräften und jüngeren Aktivisten
bestehen und die Gewähr für einen kontinuierlichen Organisationsausbau
in beiden Gebietsverbänden bieten." Ziemlich aussagekräftig also
Freys "Generalabrechung"
"Höhepunkt" des Abends war - wie ebenfalls für die DVU üblich
- der Auftritt des Parteipatriarchen Frey: "Etwa 400 Veranstaltungsteilnehmer
konnten den DVU-Bundesvorsitzenden Dr. Gerhard Frey und den Ehrengast Oberst
a. D. Hajo Herrmann, einstiger Inspekteur der Nachtjäger bei der Reichsverteidigung
im Zweiten Weltkrieg, begrüßen. Mit großer Begeisterung wurden
beide empfangen."
Im Folgenden wird Freys Rede zusammengefasst: "Dr. Gerhard Frey, der in
seiner Rede zunächst "die Ausplünderung des deutschen Steuerzahlers
durch die EU" umfassend darstellte und anprangerte, ging schließlich
zu einer Generalabrechnung mit Regierenden über. Bereiche der Innen- und
Außenpolitik der Bundesregierung standen im Mittelpunkt seiner Ausführungen.
Merkel ziele offenbar darauf, gegen den Willen der Bevölkerung "den
deutschen Nationalstaat irreversibel im Orkus verschwinden zu lassen".
Dass zudem Bismarcks Lehren der Kanzlerin unbekannt seien, zeige deutlich deren
"Staatskunst", die sich vor allem an Interessen Israels und der USA
orientiere und Deutschland in Konflikte anderer Völker, vor allem auch
durch Auslandseinsätze der Bundeswehr mit Kampfauftrag, verwickle. Die
DVU setze sich dagegen mit Nachdruck für eine aktive "Friedenspolitik
durch Neutraltität" nach dem Vorbild der Schweiz ein, die zeige, wie
man sich "aus mörderischen Kriegen heraushalten" könne.
"Recht und Freiheit für Deutschland" müsse als Maxime politisches
Handeln auszeichnen, bekundete Dr. Frey, dem mit stehenden Ovationen gedankt
wurde."
Die "wahren Schuldigen des Luftterrors"
Nach Frey sprach Oberst a. D. Hajo Herrmann, unter anderem über die "wahren
Schuldigen am Luftterror" - also über die Nazis und deren Millionen
Helfer und Unterstützer wahrscheinlich. Weiter die DVU: "Viel Beifall
gab es auch für die weiteren Redner. Rechtsanwalt Ingmar Knop, DVU-Stadtrat
in Dessau, plädierte leidenschaftlich für echte Demokratie und gegen
Werteverfall. Matthias Faust, Pressesprecher des DVU-LV Hamburg, hob mit aufrüttelnden
Worten die Notwendigkeit hervor, für mehr Rechtsstaatlichkeit zu kämpfen.
Und DVU-Bundesvorstandsmitglied Hans Weidenbach unterstrich die Aufgabe der
Volksunion als echte "Volksopposition" für ein sozialgerechtes
deutsches Deutschland."
Der "Deutschlandpakt" hält offenbar
Auf Nazi-Seiten wird bereits spekuliert, dass Faust, der aus Sicht der Rechtsextremisten
einen respektablen Wahlkampf in Hamburg hingelegt hatte, bei der Wahl in Thüringen
antreten könnte. In den vergangenen Monaten waren allerdings immer wieder
Spekulationen aufgekommen, wonach die NPD in Thüringen selbst antreten
könnte, da sie hier über eine aktive Basis verfügt - während
die DVU hier har nicht existent sei, wie es Innenminister Dewese formulierte.
In Brandenburg bereitet sich die NPD zudem bereits seit Monaten auf die Kommunalwahl
vor, für die es keine Absprache gibt. Dies werten viele Beobachter aber
als Generalprobe für die Landtagswahl, die eigentlich auch der DVU vorbehalten
ist. Nach den Wahlschlappen der NPD in Hessen und Niedersachsen wurden Stimmen
im rechtsextremen Lager laut, sich ganz auf den Osten zu konzentrieren. In Bayern
trat die NPD bei den Kommunalwahlen unter anderem Namen auf - und war relativ
erfolgreich.